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Wann kommt die Fleischsteuer?

Die Ein­fuhr einer all­ge­mei­nen Fleisch­steuer scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Schon in dem Bericht der UN Ernäh­rungs­kom­mis­sion aus dem Jahre 2006 wur­den die fata­len Fol­gen des Fleisch­kon­sums belegt. 70% der Wäl­der des Ama­zo­nas Gebie­tes wur­den für Wei­de­land und 30% (zum größ­ten Teil) dem Fut­ter­mit­tel­an­bau geop­fert. 50% der welt­wei­ten Getreide– und sogar 90% der Sojaernte wird an Tiere für die Fleisch– und Milch­pro­duk­tion ver­füt­tert. Wei­ter wurde berich­tet, dass 1 Kg Fleisch zwi­schen 13000 bis 100000 Liter Was­ser ver­braucht, wäh­rend für 1 Kg Getreide ledig­lich 1000 bis 2000 Liter gebraucht wird. Ein Gespräch über die Nah­rungs­krise muss also immer auch ein Gespräch über die kata­stro­pha­len Fol­gen der glo­ba­len Fleisch­wirt­schaft sein.

Die Pro­duk­tion von Fleisch in der Inten­siv­tier­hal­tung, tötet Kin­der in den Ent­wick­lungs­län­dern.“, so Tobias-Jan Hagen­bäu­mer von PETA Deutsch­land e.V. “Täg­lich ster­ben bis zu 43.000 Kin­der an Hun­ger, wäh­rend für die Fleisch­in­dus­trie wert­volle Roh­stoffe und Nah­rungs­mit­tel ver­schwen­det wer­den.“ In Ame­rika wird mehr Getreide an Tiere der Tier­in­dus­trie ver­füt­tert, als die Bevöl­ke­rung von Indien und China zusam­men braucht. Laut der ARD-Dokumentation „Fleisch frisst Mensch“ könn­ten 40 Kin­der der drit­ten Welt vor dem Hun­ger­tod geret­tet wer­den, wenn man die pflanz­li­che Ener­gie von einem Pfund Steak direkt ver­wen­den würde, dabei wird auf die rie­sige Ver­schwen­dung an pflanz­li­chen Roh­stof­fen ver­wie­sen, 1Kg Fleisch benö­tigt bis zu 17kg Getreide. Die Nah­rungs­krise ist vor­pro­gram­miert und lässt sich nur noch, nach Mei­nung von PETA Deutsch­land e.V., durch für die Ein­füh­rung einer all­ge­mei­nen Fleisch­steuer einschränken.

Eine Fleisch­steuer hätte nicht nur den Vor­teil, dass weni­ger Fleisch geges­sen würde und dadurch der Welt­be­völ­ke­rung mehr Res­sour­cen zur Ver­fü­gung ste­hen, son­dern gleich­zei­tig könnte als Neben­ef­fekt auch der Klima gefähr­dende CO² Aus­stoß gemin­dert wer­den. Nach der FAO ver­ur­sacht die Tier­wirt­schaft mit 18% mehr Emis­sio­nen wie der gesamte glo­bale Ver­kehr, ein­schließ­lich des Schiff­fahrts– und Flugverkehrs.

Fleisch­es­sen ist keine pri­vate Ent­schei­dung mehr, son­dern betrifft alle Men­schen die­ser Erde“ sagt Tobias-Jan Hagen­bäu­mer von PETA Deutsch­land e.V. Zudem war es nie ein­fa­cher sich vege­ta­risch zu ernäh­ren als heut­zu­tage. In bei­nah allen Super­märk­ten gehö­ren vege­ta­ri­sche Alter­na­ti­ven zum Sortiment.

Um die Men­schen in Ihrer Ent­schei­dung zu Unter­stüt­zen bie­tet PETA Deutsch­land e.V. ein Vege­ta­ri­sches Start­er­kit an, das zähl­rei­che Infor­ma­tio­nen, Tipps und Rezepte zur Vege­ta­ri­schen Ernäh­rung enthält.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen fin­den Sie unter www.peta.de oder GoVeggie.de.

Quelle: Peta.de

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