Klimawandel: Es geht um die Wurst!
Dieser Tage schaut die Welt nach Kopenhagen zur UN-Klimakonferenz, wo darüber geredet wird, wie das Klima noch zu retten ist. Natürlich berichten in diesem Zuge auch die Medien über Mittel und Wege, wobei der Hauptverursacher des Klimawandels kaum berücksichtigt wird: die Tierwirtschaft und damit der Konsum tierischer Produkte. Deshalb bittet PETA Deutschland, diesen Aspekt mit in die Berichterstattung über die globale Erwärmung einzubeziehen.
Stehen heute Gesprächsrunden über die Auswirkungen der Landwirtschaft auf den Klimawandel sowie explizit die Effekte von Fleisch auf dem Tagungsprogramm, so wird in der öffentlichen Diskussion immer noch fast ausschließlich von Autos, Flugzeugen, Glühbirnen und fehlender Wärmeschutzdämmung gesprochen. Dabei belegen mehr und mehr Studien die klimafreundlicheren Auswirkungen einer fleischfreien Ernährung. Neben dem Bericht der Vereinten Nationen, der zu dem Schluss kam, dass der Konsum von Fleisch ca. 40% mehr Treibhausgas-Emissionen verursacht als alle Autos, Lastwägen, Flugzeuge, Geländewägen und Schiffe weltweit zusammen, veröffentlichte erst kürzlich das World Watch-Institut einen Bericht, nach dem die Tierwirtschaft sogar für 51% der anthropogen verursachten Treibhausgase verantwortlich ist! Da Methan, das vor allem in der Tierwirtschaft erzeugt wird, wesentlich klimarelevanter ist als Kohlenstoffdioxid, aber zugleich auch eine geringere Halbwertszeit hat, sehen die Autoren der Studie gerade hier den richtigen Ansatzpunkt, um schnell und effektiv zu handeln.
„Die Menschen wissen schlichtweg zu wenig darüber, dass sie einen sehr großen Beitrag gegen den Klimawandel durch die alltägliche Entscheidung mit dem Einkaufskorb leisten können“, so Anja Hägele von PETA Deutschland e.V. und fordert die Medien auf, sich in ihrer Berichterstattung über den Klimawandel nicht auf die Industrie und das Transportwesen zu beschränken. „Was wir essen beeinflusst mehr, wie klimafreundlich wir sind, als die Entscheidung zwischen Auto oder Fahrrad. Und hier ist es zwar besser, regionale Produkte zu konsumieren, jedoch ist die Entscheidung zwischen tierischer und pflanzlicher Ernährung die wichtigere.“
Diese Ansicht wird mittlerweile von vielen prominenten Stimmen, wie denen von Musiklegende Paul McCartney oder Nobelpreisträger Rajendra Pachauri, geteilt. Sie drängen darauf, den vielfältigen Vorteilen einer pflanzlichen Ernährung für Umwelt, Mensch und Tiere mehr Gewicht einzuräumen.

