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Globale Erwärmung trifft Ärmste am Schlimmsten

Eine Dele­ga­tion von Ver­tre­tern indi­ge­ner Völ­ker prä­sen­tiert am Rande des Kli­ma­gip­fels in Kopen­ha­gen selbst her­ge­stellte Filme über die Aus­wir­kun­gen des Kli­ma­wan­dels auf ihr täg­li­ches Leben. Mit Unter­stüt­zung der kali­for­ni­schen Chris­ten­sen Foun­da­tion ist das Pro­jekt “Con­ver­sa­tion with the Earth” http://www.conversationsearth.com heute online gegangen.

klimaerwährmung

Wir haben in den jewei­li­gen Regio­nen Kame­ras und Equip­ment aus­ge­ge­ben und die lokale Bevöl­ke­rung darin geschult, wie man mit den Gerä­ten umgeht”, so Nick Lunch, Direk­tor von InsightS­hare http://www.insightshare.org im pressetext-Interview. Kon­kret sei es darum gegan­gen, mög­lichst viele Men­schen inner­halb der dörf­li­chen Gemein­schaf­ten nach den Umwelt­ver­än­de­run­gen und den Aus­wir­kun­gen zu befragen.

Gemein­same Ziele für die Zeit nach Kopenhagen

Trotz der erst kürz­lich gemach­ten Zuge­ständ­nisse in der UN-Deklaration über die Rechte der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung, ist die Stimme die­ser Men­schen in der UNO nicht gerade laut”, kri­ti­siert Lunch. “Daher wer­den in Kopen­ha­gen gemein­same Visio­nen für die Zeit nach der Kli­ma­kon­fe­renz in Kopen­ha­gen gefasst.” Eines der Ziele ist die Schaf­fung eines welt­wei­ten Netz­werks, das immer wei­ter anwach­sen soll, so Lunch.

Das Pro­jekt hat indi­gene Grup­pen in gefähr­de­ten Ökosys­te­men wie etwa im Atlan­ti­schen Regen­wald, in Zen­tral­asien, den Phil­ip­pi­nen, den Anden, der Ark­tis und Afri­kas näher zusam­men­ge­bracht”, meint Lunch. “Trotz des gerin­gen Bei­trags der indi­ge­nen Bevöl­ke­rung zur Kli­ma­än­de­rung sind es gerade sie selbst, die am schlimms­ten unter den Ver­än­de­run­gen zu lei­den haben”, erklärt der Experte.

Tier­ster­ben in der Savanne der Maasai

Zwei Jahre lang hat es über­haupt nicht gereg­net”, berich­tet Konini Selian, Ver­tre­ter der kenia­ni­schen Maa­sai, im pressetext-Interview. Nun lei­den die Men­schen unter die­ser Tro­cken­heit, denn die meis­ten Tiere sind bereits ver­en­det. Rin­der und Zebus habe es ganz beson­ders getrof­fen, so Selian. Dass es eine Tro­cken­pe­riode gege­ben habe, die auch Zebras und Esel dahin­rafft, sei extrem sel­ten, denn diese Tiere sind nor­ma­ler­weise die letz­ten, die sterben.

Frü­her war der Wald wie ein Regen­schirm aus grü­nen Blät­tern. Aber all diese Blät­ter sind ver­schwun­den. Als nächs­tes wer­den wir wohl Steine ver­kau­fen müs­sen”, meint Maa­sai Ben­ja­min Koroe. “Tiere haben für die Maa­sai auch als Han­dels­ware eine große Bedeu­tung. Doch mit der lang anhal­ten­den Tro­cken­heit sind kaum mehr Tiere am Leben”, erklärt Selian. Die sehr pro­ble­ma­ti­sche Situa­tion habe auch zum Aus­ein­an­der­bre­chen von Fami­lien geführt.

Ver­än­derte Jah­res­zei­ten in Perus Anden

Das Pro­blem der Tro­cken­heit in Kenia ist nur ein ein­zel­nes Bei­spiel aus einer Reihe”, so Lunch. Das Video aus den perua­ni­schen Anden zeich­net ein ganz ande­res Bild. “Ver­än­derte Jah­res­zei­ten, schmel­zende Glet­scher, Extrem­nie­der­schläge und danach extreme Tro­cken­pe­rio­den machen den Men­schen dort das Leben schwer”, erklärt der Experte. Ähnli­ches berich­ten auch die Ver­tre­ter von Panama und Kamerun.

Das Video von den Maa­sai kann unter her­un­ter gela­den wer­den http://rcpt.yousendit.com/783086728/649158012bc3c1dc986d0c8a9e47ae4c

Aus­sen­der: pressetext.austria

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