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Erstmals Schwellenland Vorreiter beim Klimaschutz

Globaler Klima-Risiko-Index 2010

Glo­ba­ler Klima-Risiko-Index 2010

In Kopen­ha­gen haben Ger­man­watch und das Cli­mate Action Net­work (CAN) Europe heute die fünfte Aus­gabe des Klimaschutz-Index vor­ge­stellt. Das jähr­li­che Ran­king ver­gleicht die Kli­ma­schutz­leis­tun­gen von 57 Indus­trie– und Schwel­len­län­dern unter­ein­an­der. In der neu­es­ten Aus­gabe hat Bra­si­lien beim Kli­ma­schutz am bes­ten abge­schnit­ten. Im Ran­king klet­terte Bra­si­lien vom ach­ten auf den vier­ten Platz und ver­wies so den lang­jäh­ri­gen Vor­rei­ter Schwe­den auf den fünf­ten Platz. “Die ers­ten drei Plätze des Ran­kings blie­ben — wie im letz­ten Jahr — frei. Erneut hat noch kein Land den Pfad zur Ver­mei­dung eines gefähr­li­chen Kli­ma­wan­dels ein­ge­schla­gen”, erläu­terte Jan Burck, Refe­rent für den Klimaschutz-Index bei Germanwatch.

Es ist span­nend zu sehen, dass Schwel­len­län­der wie Bra­si­lien einige Plätze auf­stei­gen – das sen­det auch ein kla­res Signal an die Kli­ma­ver­hand­lun­gen und zeigt, dass sie sich ver­stärkt selbst in der Pflicht sehen, den Kli­ma­wan­del zu bekämp­fen”, sagte Mat­thias Duwe, Direk­tor von CAN Europe. “Ich wünschte mir, dass mehr euro­päi­sche Län­der ein ähnli­ches Enga­ge­ment an den Tag legen würden.”

Der Klimaschutz-Index ver­gleicht Län­der unter­ein­an­der. Neben der Ent­wick­lung der Treib­haus­gas­emis­sio­nen aus der Ver­bren­nung fos­si­ler Brenn­stoffe wird auch beur­teilt, wie enga­giert die Län­der dazu bei­tra­gen, die glo­bale Erd­er­wär­mung deut­lich unter zwei Grad zu halten.

Bra­si­lien (4) und Groß­bri­tan­nien (6) haben dank einer bes­se­ren Kli­ma­po­li­tik als noch im Vor­jahr eine höhere Plat­zie­rung erreicht. Auch die USA (53) sind durch ein begin­nen­des Umden­ken in der Kli­ma­po­li­tik fünf Plätze hoch­ge­klet­tert, blei­ben aber immer noch hin­ter den Erfor­der­nis­sen — und einen Platz hin­ter China (52) — zurück.

Deutsch­land rutschte vom fünf­ten auf den sieb­ten Platz ab. Haupt­grund dafür ist die schlech­tere Bewer­tung der deut­schen Kli­ma­po­li­tik durch die Exper­ten. “Vor allem bei der Umset­zung der Mese­ber­ger Kli­ma­schutz­be­schlüsse von 2007 hat Deutsch­land bis­lang Schwä­chen gezeigt. Zumin­dest bis Ende 2007 war Deutsch­land ledig­lich auf dem Pfad für eine 30prozentige Reduk­tion bis 2020. Die ver­spro­che­nen 40 Pro­zent lagen nicht in Reich­weite. Dies ändert sich aller­dings der­zeit durch die Wirt­schafts­krise. Für Deutsch­land rücken damit deut­lich höhere Ziele als 40 Pro­zent in den Bereich des Mög­li­chen”, erklärte Chris­toph Bals, Poli­ti­scher Geschäfts­füh­rer von Ger­man­watch. “Hin­sicht­lich der euro­päi­schen Ebene bewer­te­ten die Exper­ten die deut­sche Blo­ckie­rung strik­te­rer EU-CO2-Richtwerte für Autos sowie die feh­lende Umset­zung der Ener­gie­ef­fi­zi­enz­richt­li­nie nega­tiv”, so Bals weiter.

Wei­tere Infor­ma­tio­nen inkl. aus­führ­li­cher Bro­schüre und Ein­zel­gra­fi­ken fin­den Sie unter www.germanwatch.org/ksi.

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