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Greenpeace nimmt sich der obdachlosen Orang Utans an

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Green­peace nimmt sich der obdach­lo­sen Orang Utans an

In den letz­ten Wochen sind Orang Utans aus Indo­ne­sien an diver­sen Orten der Schweiz gesich­tet wor­den. Die Tiere irren obdach­los durch die Städte, denn ihr Lebens­raum, der Regen­wald, wird durch Palmöl– und Zell­stoff­fir­men zer­stört. Die Umwelt­schutz­or­ga­ni­sa­tion Green­peace nimmt sich ab sofort die­ser aus­ser­ge­wöhn­li­chen Kli­ma­flücht­linge an und setzt sich für die Erhal­tung ihrer Urwäl­der ein. Eine Gruppe Orang Utans sitzt heute mor­gen auf der Quai-Brücke in Zürich. «Ihr ver­liert die Glet­scher, wir den Regen­wald. Tut etwas fürs Klima, aber bald!» lau­tet die Bot­schaft auf ihrem Ban­ner. Sie brin­gen damit den Zusam­men­hang von Wald­zer­stö­rung und Kli­ma­wan­del auf den Punkt. Bis zu einem Fünf­tel der glo­ba­len Treib­haus­gas­emis­sio­nen wer­den durch Wald­ver­nich­tung ver­ur­sacht. Und Indo­ne­sien ist auf­grund sei­ner schnell vor­an­schrei­ten­den Ent­wal­dung der dritt­grösste CO2-Emittent nach China und den USA. «Ursa­che dafür ist haupt­säch­lich die Palmöl– und Zell­stoff­pro­duk­tion, deren End­pro­dukte in unse­ren Ein­kaufs­kör­ben lan­den», erklärt Asti Roesle, Wald-Campaignerin bei Green­peace Schweiz.

Vor Ort, in Indo­ne­sien, haben Greenpeace-Aktivisten auf der Halb­in­sel Kam­par in Riau, Suma­tra, ein Kli­ma­schutz­camp auf­ge­baut. Seit anfangs Novem­ber errich­ten sie Dämme, um die Ent­wäs­se­rung der Regen­wald– und Tor­f­land­schaft für Palmöl– und Zell­stoff­plan­ta­gen zu stop­pen. Sie set­zen damit eine Arbeit fort, die Green­peace bereits 2007 begon­nen hat.

Es blei­ben nur noch 27 Tage bis zu den Kli­ma­ver­hand­lun­gen in Kopen­ha­gen, bei denen sich der Schwei­zer Bun­des­rat für einen tat­kräf­ti­gen Kli­ma­schutz ein­set­zen muss. «Es ist höchste Zeit, dass unsere Ent­schei­dungs­trä­ger in der Kli­ma­po­li­tik eine Füh­rungs­rolle über­neh­men, anstatt wie bis­her auf der Bremse zu ste­hen,» for­dert Asti Roesle. Die Schweiz muss eine Treibhausgas-Emissionsreduktion von min­des­tens 40 % bis 2020 ver­tre­ten und 1,7 Mrd. CHF zu einem glo­ba­len Fonds von 110 Mrd. Euro pro Jahr für Urwald– und Kli­ma­schutz beisteuern.

Mit der URL «www.greenpeace.ch/orangutan» ver­wei­sen die Affen auf einen neuen Greenpeace-Animationsfilm hin, der in Zusam­men­ar­beit mit Chris­toph Schaub ent­stan­den ist. Der Film­re­gis­seur ist seit 1982 Film­re­gis­seur und aktu­ell mit dem Film «Giulias Ver­schwin­den» in Schwei­zer Kinos ver­tre­ten. Das Publi­kum kennt den 51-Jährigen vor allem durch seine Filme «Happy New Year», «Jeune Homme» und «Sternenberg».

Brie­fing «Indo­ne­sien und die Klimakrise»

Inter­view mit Chris­toph Schaub

Kon­takt
Asti Roesle, Wald-Campaignerin, asti.roesle(at)ch.greenpeace.org, 044 447 41 35
Nata­lie Favre, Medi­en­spre­che­rin, natalie.favre(at)ch.greenpeace.org, 044 447 41 56
Chris­toph Schaub, Regis­seur, post(at)schaubfilm.ch, 078 608 01 90

Wei­tere Infor­ma­tio­nen auf www.greenpeace.ch/orangutan

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