Tierschützer kämpfen in New York gegen die Kutscher
New Yorker Tierschützer verlangen ein Verbot der Touristenpferdekutschen, aufgrund verschiedener leidiger Zwischenfälle mit den Pferden.
Im Stadtverkehr brach kürzlich eine Pferd aufgrund eines nicht behandelten Magengeschwürs sterbend zusammen. Andere rutschten aus oder stiessen mit Taxis zusammen.
Der Kampf der Tierschutzorganisationen gegen die Präsenz dieser Tiere inmitten des Verkehrsgewühls dauert nun schon Jahre an. Ihrer Ansicht nach führen die Kutschpferde eine qualvolle Existenz mit 9-Stunden-Arbeitstagen, Ausfahrten bei jedem Wetter, keinen freien Auslauf und bis letztes Jahr sogar in Stallungen, in denen die Pferde kaum Raum zum Liegen hatten.
Doch Fuhrhalter und Kutscher wehren sich energisch gegen diese Anfeindungen der Tierrechtler, auch aus ganz eigenem Interesse, denn der Kutschenbetrieb setzt jährlich 15 Millionen Dollar um.
Tierschützer schlagen statt der 68 Kutschen elektrisch betriebene Oldtimer als Alternative vor.
Statt dessen verbürgte sich Bürgermeister Bloomberg, ein Freund der Pferdekutschen dafür, dass die Kutschpferde gut behandelt werden. Bereits im Vorjahr entschied der Stadtrat, dass die Pferde grössere Stallungen zum Liegen erhalten und pro Jahr fünf Wochen Ferien auf einer Weide. Das Verbotsgesetz, wie von den Tierschützern gefordert, fand bis dato keine Mehrheit.
Dennoch könnten die Pferdekutschen bald aus dem Stadtbild Manhattans verschwinden, denn ein Immobilienunternehmen hat ein Auge auf das Grundstück, auf dem sich die Pferdestallungen befinden, geworfen, um dort lukrative Wolkenkratzer hochzuziehen.
Jedoch ist es fraglich, ob das den Pferden eine bessere Zukunft bescheren würde, denn freie Plätze in Schutzgehegen sind rar gesät, daher dürfte die 216 Pferde wohl der Schlachthof erwarten.
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