Stefan Bachmann
Ich war dabei einen schönen Artikel zu schreiben, als ich von der Redaktion des Beobachter Natur einen hinterlistigen Telefonanruf erhielt.
Am anderen Ende der Leitung stellte sich Herrn Stefan Bachmann vor. Er fing an mich in einer “netten” Art und Weise auszufragen wie: woher der Veganismus käme, wie viele Mitglieder andere Organisationen in der Schweiz hätten, wie wir uns finanzieren usw. Ich stellte ihm freundlicherweise Red und Antwort, obwohl ich für mich in der Vergangenheit ausgemacht hatte, nur noch schriftliche Interviews zu geben, was er aber nicht wollte.
Am Schluss des Interviews vereinbarten wir, dass wenn er etwas über mich schreiben würde, ich es zuerst gegenlesen dürfe. Herr Bachmann hielt sich nicht an unsere Vereinbarung und verfasste einen Artikel, indem mehr oder weniger die ganze authentische Schweizer Tierschutzscene in einem schlechten Licht dargestellt wird. Der ganze Artikel welcher im Beobachter Natur erschien, ist solch ein Kompost, dass ich hier nicht weiter darauf eingehen werden.
Tierschützer sind sich jedoch einig, dass solch hinterlistige Journalisten, wie Herrn Stefan Bachmann, zu den schwarzen Schafen in der schweizerischen Medienlandschaft gehören! Der altbekannte primitiv Journalismus aus dem Hause des Beobachters nennen es andere.
Veganer sind in der heutigen Zeit vermutlich die effektivsten Tierschützer. Sie entsagen tierischen Produkten aller Art. Also auch Honig, Wolle, Leder usw. für den persönlichen Gebrauch.
Laut Memorandum der Vegan Society versucht der Veganismus, „soweit wie möglich und praktisch durchführbar, alle Formen der Ausbeutung und Grausamkeiten an Tieren für Essen, Kleidung oder andere Zwecke zu vermeiden und darüber hinaus die Entwicklung tierfreier Alternativen zu fördern, was dem Nutzen der Tiere, Menschen und der Umwelt dienen soll“.
Immer wieder werde ich gefragt, weshalb wir auf Tierschutznews über Vegetarismus schreiben und so wenig über Veganismus. Vegetarismus sei ja schön und nett, aber den Tieren hilft das wenig, sind so die Aussagen, welche hier eintreffen. Meine Antwort dazu ist folgende: Wir werden uns bessern.
Allerdings möchte ich dazu anfügen, dass ich immer nur etwas befolgen würde, was sich über einen gewissen Zeitrahmen bewährt hat. Veganismus muss zuerst noch den Beweis erbringen, dass es ein funktionierendes Gesellschaftsmodel als Ganzes ist. Deshalb bleibe ich ideologisch bei den Veden, den ältesten Wissenschaften der Welt, wo ganz genau aufgezeichnet ist, wie funktionierende Gesellschaften aussehen.
Man kann auch Vegetarier sein und wenig oder sogar keine Milchprodukte usw. aus der Tiersklavenhaltung konsumieren.
Nur weil die Tiere heute mehrheitlich miserabel gehalten, ausgenützt, manipuliert, gequält, usw. werden, kann man nicht sagen, dass z.b das Produkt Milch usw. schlecht sei. Fakt ist, dass die Kuh z.b. viel mehr Milch gibt, als sie für die Aufzucht der eigenen Kälber braucht.
In den Berg und Landregionen war es noch vor ein paar Jahrzehnten fast unmöglich, ohne Milchprodukte zu überleben. Die dort angesiedelten Menschen können zum Teil nicht wie die Städter einfach über die Strasse laufen und im Coop und Migros vegan einkaufen.
Ghee (geklärte Butter bzw. Butterschmalz) ist aus der traditionellen indischen Ayurvedischen Medizin nicht wegzudenken aufgrund seiner reinigenden Heilkraft. Z.b. vermag es fettlösliche Umweltgifte im Körper zu binden, für die Ausscheidung.
Auch während vielen hinduistischen Ritualen zu ehren Gottes kommt Ghee zum Einsatz. So auch beim Agnihotra.
Ghee fördert das Verdauungsfeuer (Agni) und die Vitalität! Ghee steht qualitativ der Muttermilch am nächsten. Die Molekularstruktur ähnelt jener unserer Gehirnmassen.
In modernen Lehrbüchern als auch in den alten Veden wird Bio-Milch als Wundernahrung gepriesen, da sie alle für die Gesundheit benötigten Nährstoffe enthält. Die vedischen Schriften fügen noch hinzu, dass Bio-Milch die Bildung der feinen Gehirnzellen fördert, die erforderlich sind, um Gottes Bewusstsein zu verstehen. Zu vedischer Zeit lebten viele Yogis nur von Bio-Milch, die es in so reichlicher Menge gab, dass Haushälter sie kostenlos austeilten. Da Bio-Milch den Menschen sowohl physisch wie auch spirituell ernährt, galt sie in der vedischen Kultur als das wichtigste Nahrungsmittel, unentbehrlich für eine zivilisierte Gesellschaft.
Die Bedeutsamkeit der Bio-Milch weist darauf hin, wie wichtig es ist, die Kühe zu beschützen. Wie der Mensch, so ist auch die Kuh glücklich, wenn sie sich geborgen fühlt. Eine Kuh, die ihr Kalb säugen kann, ohne befürchten zu müssen, dass sie getötet wird, wenn sie keine Milch mehr gibt, ist glücklich und gibt ganz natürlich mehr und qualitativ bessere Milch.
Da die Menschen Kuhmilch trinken, sehen die Veden die Kuh als eine der Mütter der menschlichen Gesellschaft an. Der Ochse, der beim Bestellen der Felder und somit bei der Getreideproduktion hilft, wird als der Vater der menschlichen Gesellschaft betrachtet.
Leider legen die Menschen unserer “fortschrittlichen” Zivilisation keinen Wert auf spirituelles Wissen und fördern statt dessen das grossangelegte Schlachten von Kühen. Daraus kann man ersehen, dass sich die menschliche Gesellschaft in eine falsche Richtung entwickelt, denn Gott hat den Schutz der Tiere ausdrücklich betont.
Veganismus ist kein aplikables Instrument für die Mehrheit der Menschheit, genauso wie Vegetarismus nicht für alle Menschen geschaffen wurde. Man sollte sich aber immer an diesen höheren Idealen orientieren, denn es gibt keine Weltreligion die den Fleischkonsum empfiehlt.
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