Mehrwert

Green Tips

Go to a car wash
Going to a car wash is a lot more water efficient then washing your car at home.
Add this to your site

Archiv

Event

Brigitte Bardots offener Brief an Barroso

Die Initia­tive eines ‘Euro­päi­schen Vege­ta­rier­ta­ges’ wäre ein ein­drucks­vol­les Signal‏

Offe­ner Brief an EC Prä­si­dent José Manuel Barroso

Herr José Manuel Bar­roso
Prä­si­dent der Euro­päi­schen Kom­mis­sion
Rue de la Loi 200 B
1049 Brüssel

Novem­ber 2009

Sehr geehr­ter Herr Prä­si­dent, in weni­gen Wochen fin­det der Kli­ma­gip­fel in Kopen­ha­gen statt und in dem Zusam­men­hang möchte ich auf die Not­wen­dig­keit hin­wei­sen, die äusserst besorg­nis­er­re­gen­den Umwelt­fol­gen der Vieh­zucht zu untersuchen.

Wie Sie wis­sen, stellte die UN-Welternährungsorganisation FAO in ihrem Bericht “Vieh­zucht wesent­li­che Bedro­hung für die Umwelt” fest, dass der Vieh­zucht­sek­tor mehr Treib­hau­se­mis­sio­nen erzeugt als das gesamte Trans­port­we­sen (alle Trans­port­mit­tel zusammen).

Aus­ser­dem mel­dete die Welt­bank, dass seit 1970 neun­zig Pro­zent der Amazonas-Abholzungen, wel­che die uns so beun­ru­hi­gende Erd­er­wär­mung beschleu­ni­gen, mit der Fleisch­in­dus­trie in Zusam­men­hang stehen.

Zusätz­lich ist der Sek­tor ver­ant­wort­lich für 37 Pro­zent der durch mensch­li­che Akti­vi­tä­ten ver­ur­sach­ten Methan­gase (23mal mehr kli­ma­zer­stö­rend als CO2), die vor­wie­gend durch die Ver­dau­ungs­pro­zesse von Wie­der­käu­ern ent­ste­hen, wie auch 64 Pro­zent von Ammo­niak, wel­ches zum Sau­ren Regen beiträgt.

Tier­fa­bri­ken lau­gen aus­ser­dem die Böden aus und gefähr­den natür­li­che Was­ser­re­ser­ven, denn die Her­stel­lung von einem Kilo­gramm Rind­fleisch erfor­dert 323 m2 Wei­de­land, 7 bis 16 Kilo Getreide oder Soja und bis zu 15.500 Liter Wasser!

Also hat die Vieh­zucht einen direk­ten Ein­fluss auf die Erd­er­wär­mung, die Ver­un­rei­ni­gung von Böden und Was­ser­vor­rä­ten, und stellt eine schreck­li­che Ver­schwen­dung dar, weil unge­fähr ein Drit­tel aller Welt­ern­ten für die Her­stel­lung von Fleisch abge­zweigt werden.

Wenn die ‘ent­wi­ckel­ten’ Län­der ihren Fleisch­kon­sum ver­rin­ger­ten, würde die­ses erheb­lich den Welt­hun­ger, durch den jähr­lich fast sechs Mil­lio­nen Kin­der ster­ben, verringern.

Herr Prä­si­dent, ange­sichts die­ser ein­deu­ti­gen und sehr beun­ru­hi­gen­den Tat­sa­chen ist es unsere kol­lek­tive Pflicht, auf allen Ebe­nen aktiv zu wer­den, ein­schliess­lich der För­de­rung einer vege­ta­ri­schen Lebensweise.

Die Initia­tive eines ‘Euro­päi­schen Vege­ta­rier­ta­ges” wäre ein ein­drucks­vol­les Signal. Lei­der ist der schon exis­tie­rende Welt­ve­ge­ta­rier­tag am 1. Okto­ber immer noch nicht offi­zi­ell aner­kannt. Es wäre also aus­ge­spro­chen hilf­reich, die­sen beson­de­ren Anlass inner­halb der Gemein­schaft aller EU-Mitgliedsstaaten zu för­dern und die Initia­tive durch eine Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne über die Umwelt­be­las­tung durch die Vieh­zucht zu verstärken.

Der Vege­ta­ris­mus ist eine Initia­tive ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Bür­ger. Die Ver­wei­ge­rung des Fleisch­kon­sums stellt auch den wir­kungs­volls­ten Pro­test dar gegen die Unmensch­lich­keit und Grau­sam­keit in Tier­fa­bri­ken, wäh­rend der Trans­porte und beim Töten von Mil­li­ar­den Tie­ren, die jedes Jahr geop­fert und geges­sen werden.

Herr Prä­si­dent, ich danke Ihnen dafür, dass Sie unsere Sor­gen berück­sich­ti­gen und sie wäh­rend des nächs­ten Kli­ma­gip­fels in die Dis­kus­sion ein­brin­gen.
Hochachtungsvoll

Bri­gitte Bar­dot
Prä­si­den­tin
Fon­da­tion Bri­gitte Bar­dot
28 rue Vin­euse
75116 Paris

Ori­gi­nalbrief: http://www.fondationbrigittebardot.fr/site/actu.php?id=40211

Deutsch: http://www.evana.org/index.php?id=49902&lang=de

Die­ser Brief wurde unter­schrie­ben von mehr als hun­dert Orga­ni­sa­tio­nen http://www.evana.org/index.php?id=50228&lang=en

HTML clip­board­Die Initia­tive eines ‘Euro­päi­schen Vege­ta­rier­ta­ges’ wäre ein ein­drucks­vol­les Signal

Offe­ner Brief an EC Prä­si­dent José Manuel Barroso

Herr José Manuel Bar­roso
Prä­si­dent der Euro­päi­schen Kom­mis­sion
Rue de la Loi 200 B
1049 Brüssel

Novem­ber 2009

Sehr geehr­ter Herr Prä­si­dent, in weni­gen Wochen fin­det der Kli­ma­gip­fel in Kopen­ha­gen statt und in dem Zusam­men­hang möchte ich auf die Not­wen­dig­keit hin­wei­sen, die äusserst besorg­nis­er­re­gen­den Umwelt­fol­gen der Vieh­zucht zu untersuchen.

Wie Sie wis­sen, stellte die UN-Welternährungsorganisation FAO in ihrem Bericht “Vieh­zucht wesent­li­che Bedro­hung für die Umwelt” fest, dass der Vieh­zucht­sek­tor mehr Treib­hau­se­mis­sio­nen erzeugt als das gesamte Trans­port­we­sen (alle Trans­port­mit­tel zusammen).

Aus­ser­dem mel­dete die Welt­bank, dass seit 1970 neun­zig Pro­zent der Amazonas-Abholzungen, wel­che die uns so beun­ru­hi­gende Erd­er­wär­mung beschleu­ni­gen, mit der Fleisch­in­dus­trie in Zusam­men­hang stehen.

Zusätz­lich ist der Sek­tor ver­ant­wort­lich für 37 Pro­zent der durch mensch­li­che Akti­vi­tä­ten ver­ur­sach­ten Methan­gase (23mal mehr kli­ma­zer­stö­rend als CO2), die vor­wie­gend durch die Ver­dau­ungs­pro­zesse von Wie­der­käu­ern ent­ste­hen, wie auch 64 Pro­zent von Ammo­niak, wel­ches zum Sau­ren Regen beiträgt.

Tier­fa­bri­ken lau­gen aus­ser­dem die Böden aus und gefähr­den natür­li­che Was­ser­re­ser­ven, denn die Her­stel­lung von einem Kilo­gramm Rind­fleisch erfor­dert 323 m2 Wei­de­land, 7 bis 16 Kilo Getreide oder Soja und bis zu 15.500 Liter Wasser!

Also hat die Vieh­zucht einen direk­ten Ein­fluss auf die Erd­er­wär­mung, die Ver­un­rei­ni­gung von Böden und Was­ser­vor­rä­ten, und stellt eine schreck­li­che Ver­schwen­dung dar, weil unge­fähr ein Drit­tel aller Welt­ern­ten für die Her­stel­lung von Fleisch abge­zweigt werden.

Wenn die ‘ent­wi­ckel­ten’ Län­der ihren Fleisch­kon­sum ver­rin­ger­ten, würde die­ses erheb­lich den Welt­hun­ger, durch den jähr­lich fast sechs Mil­lio­nen Kin­der ster­ben, verringern.

Herr Prä­si­dent, ange­sichts die­ser ein­deu­ti­gen und sehr beun­ru­hi­gen­den Tat­sa­chen ist es unsere kol­lek­tive Pflicht, auf allen Ebe­nen aktiv zu wer­den, ein­schliess­lich der För­de­rung einer vege­ta­ri­schen Lebensweise.

Die Initia­tive eines ‘Euro­päi­schen Vege­ta­rier­ta­ges” wäre ein ein­drucks­vol­les Signal. Lei­der ist der schon exis­tie­rende Welt­ve­ge­ta­rier­tag am 1. Okto­ber immer noch nicht offi­zi­ell aner­kannt. Es wäre also aus­ge­spro­chen hilf­reich, die­sen beson­de­ren Anlass inner­halb der Gemein­schaft aller EU-Mitgliedsstaaten zu för­dern und die Initia­tive durch eine Infor­ma­ti­ons­kam­pa­gne über die Umwelt­be­las­tung durch die Vieh­zucht zu verstärken.

Der Vege­ta­ris­mus ist eine Initia­tive ver­ant­wor­tungs­be­wuss­ter Bür­ger. Die Ver­wei­ge­rung des Fleisch­kon­sums stellt auch den wir­kungs­volls­ten Pro­test dar gegen die Unmensch­lich­keit und Grau­sam­keit in Tier­fa­bri­ken, wäh­rend der Trans­porte und beim Töten von Mil­li­ar­den Tie­ren, die jedes Jahr geop­fert und geges­sen werden.

Herr Prä­si­dent, ich danke Ihnen dafür, dass Sie unsere Sor­gen berück­sich­ti­gen und sie wäh­rend des nächs­ten Kli­ma­gip­fels in die Dis­kus­sion ein­brin­gen.
Hochachtungsvoll

Bri­gitte Bar­dot
Prä­si­den­tin
Fon­da­tion Bri­gitte Bar­dot
28 rue Vin­euse
75116 Paris

Ori­gi­nalbrief: http://www.fondationbrigittebardot.fr/site/actu.php?id=40211

Deutsch: http://www.evana.org/index.php?id=49902&lang=de

Die­ser Brief wurde unter­schrie­ben von mehr als hun­dert Orga­ni­sa­tio­nen http://www.evana.org/index.php?id=50228&lang=en

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben

gesundheit
Gesund­heit
 tierschutz
Tier­schutz
 ethik
Ethik
 fleischverzicht
Fleisch­ver­zicht
 vorbildfunktion
Vor­bild
 verantwortung
Ver­ant­wor­tung
 klima
Klima

Get A C T I V E — click here and see more

Zufälliges Zitat

Die Welt ist kein Machwerk und die Tiere sind kein Fabrikat zu unserem Gebrauch. Nicht Erbarmen, sondern Gerechtigkeit ist man den Tieren schuldig. — Schopenhauer Arthur