Forscher warnen: “Klimagipfel darf nicht scheitern”

klimagipfel

Kli­ma­gip­fel

Kön­nen sich die betei­lig­ten Natio­nen im Dezem­ber nicht auf die Ziele von Seal the Deal http://www.sealthedeal2009.org , der welt­wei­ten Kam­pa­gne der Ver­ein­ten Natio­nen zur Kli­ma­ver­än­de­rung, eini­gen, wird das laut 18 füh­ren­den medi­zi­ni­schen Orga­ni­sa­tio­nen zu einer glo­ba­len Gesund­heits­ka­ta­stro­phe füh­ren. Arti­kel in The Lan­cet http://www.thelancet.com und dem Bri­tish Medi­cal Jour­nal http://www.bmj.com for­dern Ärzte auf, eine Vor­rei­ter­rolle zu über­neh­men. In Leit­ar­ti­keln machen beide Maga­zine klar, dass die Men­schen in armen tro­pi­schen Län­dern am meis­ten unter den Aus­wir­kun­gen lei­den werden.

Das Vor­an­trei­ben einer Kli­ma­ver­än­de­rung hätte auch andere Vor­teile wie eine gesün­dere Ernäh­rung und eine sau­be­rere Luft. Der UN-Gipfel soll zu einer Eini­gung auf ein neues Kli­ma­ab­kom­men als Ersatz für das Kyoto-Protokoll füh­ren. Vor­be­rei­tende Gesprä­che wur­den dadurch erschwert, dass keine Eini­gung dar­über erzielt wer­den konnte, um wie viel die Treib­haus­gas­emis­sio­nen ver­rin­gert wer­den und wie der Kli­ma­schutz in den ärms­ten Län­dern finan­ziert wer­den soll. Es besteht laut dem von 18 Lei­tern füh­ren­der Insti­tu­tio­nen unter­schrie­be­nen Brief eine echte Gefahr, dass die Poli­ti­ker vor allem in die­sen wirt­schaft­lich schwie­ri­gen Zei­ten unent­schlos­sen sein werden.

In die­sem Jahr publi­zierte The Lan­cet bereits gemein­sam mit dem Uni­ver­sity Col­lege Lon­don eine groß ange­legte Stu­die über die gesund­heit­li­chen Aus­wir­kun­gen der Kli­ma­ver­än­de­rung. Die stei­gen­den Tem­pe­ra­tu­ren wer­den die Über­tra­gung von Infek­ti­ons­krank­hei­ten begüns­ti­gen und die Menge der vor­han­de­nen Nah­rungs­mit­tel sowie sau­be­rem Was­ser in den Ent­wick­lungs­län­dern ver­rin­gern. Des Wei­te­ren wird die Anzahl der Men­schen, die an durch die Hitze beding­ten Krank­hei­ten in den Regio­nen ster­ben, in die Höhe schnel­len. Michael Jay und Michael Mar­mot argu­men­tie­ren in ihren Bei­trä­gen, dass es eine Viel­zahl von Lösun­gen gebe, die für alle Betei­lig­ten von Vor­teil seien: “Weni­ger Koh­len­stoff bedeute weni­ger Umwelt­ver­schmut­zung. Weni­ger Fleisch und mehr Sport bedeu­te­ten weni­ger Krebs, Fett­sucht, Dia­be­tes und Herzerkrankungen.”

Aus­sen­der: pressetext.austria

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