Mehrwert

Green Tips

Shorten your shower
Every minute you cut from your shower is roughly 5 gallons of water. The less time your shower takes, the lower your impact on the environment.
Add this to your site

Archiv

Event

Fleisch macht krank

Schlehdorn

Schleh­dorn

Wäh­rend man noch vor eini­gen Jah­ren glaubte, dass Fleisch wich­ti­ger Bestand­teil der Ernäh­rung sei, weiß man heute: Das Gegen­teil ist der Fall!

Fleisch ist ein Genuss­mit­tel und für den Groß­teil der heu­ti­gen Zivi­li­sa­ti­ons­krank­hei­ten wie Krebs, Gicht, Osteo­po­rose, für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Dia­be­tes usw. mit­ver­ant­wort­lich! Auch bele­gen immer mehr Stu­dien, dass der Mensch bio­lo­gisch ein Pflan­zen­es­ser ist. Dies macht die enor­men gesund­heit­li­chen Nach­teile des Kon­sums tie­ri­scher Nah­rungs­mit­tel verständlich.

Trotz­dem wer­den Fleisch, Wurst und Fisch immer noch als nor­male Bestand­teile der mensch­li­chen Ernäh­rung betrach­tet; es ist auch der Mythos noch weit ver­brei­tet, dass es sich hier­bei um beson­ders gesunde und hoch­wer­tige Nah­rungs­mit­tel han­delt. Auch viele Ange­hö­rige der Heil­be­rufe schei­nen immer noch zu glau­ben, dsas Fleisch »ein Stück Lebens­kraft« sei.

Der vege­ta­ri­sche Weg der Erna­eh­rung ist ganz ein­fach der natu­er­lichste. Sonne, Luft, Boden und Was­ser ver­ei­nen sich, um die Fru­echte der Erde zu erzeu­gen: Gemu­ese, Obst, Huel­sen­fru­echte, Nuesse und Samen. Der Naehr­wert die­ser Nah­rung kommt direkt von der Quelle, sozu­sa­gen “aus Gottes-Hand”. Im Gegen­satz dazu bezie­hen wir den Naehr­wert aus Fleisch, Fisch oder Geflue­gel “aus zwei­ter Hand” — beim Kon­sum des Flei­sches von Lebe­we­sen, die ihrer­seits natu­er­li­che Ener­gie, umge­setzt aus ver­schie­de­nen Pflan­zen, ent­wi­ckelt haben. Fleisch ent­ha­elt einen hohen Anteil an Gif­ten und macht extrem anfa­el­lig fuer Krank­hei­ten. Die Zahl ver­schie­dens­ter Krebs­er­kran­kun­gen z.b. steigt signi­fi­kant in Laen­dern mit dem abar­ti­gen Fleischkonsum.

Heute wer­den im gros­sen Stil aus Kada­vern “Lebens­mit­tel” gemacht, wel­che die Men­schen krank machen. Gleich­zei­tig wer­den bei wider­waer­tigs­ten Tier­ver­su­chen Gifte ein­ge­setzt, um diese Krank­hei­ten anschlies­send mit dosier­ten, syn­the­tisch che­mi­schen Toxine am Men­schen zu bekaempfen.

Der Koer­per benö­tigt fuer Erneue­rung, Erhal­tung und Auf­bau sei­nes Orga­nis­mu­ses fol­gende 5 Grundstoffe:

1. Eiweiss (Pro­tein) oder stick­stoff­hal­tige Nah­rung, 2. Koh­le­hy­drate, 3. Fette, 4. Mine­ra­lien, 5. Vitamine

Vor­beu­gen ist bes­ser als hei­len. Man sollte die Nah­rung unter dem Gesichts­punkt einer Medi­zin, in einem moeglichst natu­er­li­chen Zustand (Bio) auf­neh­men. Gesund­heit ist Reichtum.

Füt­tert man Mäu­se­ba­bys mit natür­li­cher Milch, geht es ihnen bes­tens. Füt­tert man sie dage­gen mit einem künst­li­chen Gemisch, das exakt die Zusam­men­set­zung von Milch nach­macht, dann ster­ben diese Mäus­lein sogar noch schnel­ler, als wenn man sie nur mit Was­ser ver­sorgt. Sobald man jedoch dem künst­li­chen Gemisch wenigs­tens ein paar Trop­fen natür­li­cher Milch bei­mengt, geht es den Mäus­lein wie­der bes­tens. Es ist nicht die che­mi­sche Zusam­men­set­zung alleine ist, son­dern die bio­lo­gi­sche Ener­gie, die allen natür­li­chen Pro­duk­ten innewohnt.

Im Fol­gen­den wer­den Fak­ten vor­ge­stellt, die zei­gen, dass der Fleisch­kon­sum mit erheb­li­chen gesund­heit­li­chen Risi­ken ver­bun­den ist. Diese Aus­sa­gen beru­hen auf wis­sen­schaft­li­chen Publi­ka­tio­nen, die in der Medline-database als Abstracts oder Ori­gi­nal­ar­beit nach­ge­le­sen wer­den können.

Kno­chen­er­kran­kun­gen

Fleisch­pro­dukte ent­hal­ten durch­schnitt­lich mehr Phos­phor als Cal­cium im Gegen­satz zu pflanz­li­chen Nah­rungs­mit­teln. Ein erhöh­tes Phosphor/ Cal­ci­um­ver­hält­nis in der Nah­rung führt zu einem sekun­dä­ren Hyper­pa­ra­thy­reo­dis­mus. (1)

Das Para­thor­mon führt zu einer Cal­cium­mo­bi­li­sie­rung aus den Kno­chen. Beson­ders Jugend­li­che sind dadurch gefähr­det, weil eine unzu­rei­chende Kno­chen­masse in der Puper­tät ein Risi­ko­fak­tor für Osteo­po­rose in den spä­te­ren Lebens­jah­ren ist. In einer Stu­die an jun­gen Frauen zeigte sich eine nega­tive Kor­re­la­tion zwi­schen der Pro­tein– und Phos­phat­zu­fuhr und der radia­len Kno­chen­dichte. (2)

Tie­ri­sche Pro­te­ine ent­hal­ten mehr schwe­fel­hal­tige Ami­no­säu­ren als pflanz­li­che Pro­te­ine. Die beim Abbau der schwe­fel­hal­ti­gen Ami­no­säu­ren ent­ste­hen­den Pro­to­nen sind die Haupt­quelle für eine Säu­re­be­las­tung des Orga­nis­mus. Ein anhal­ten­der Säu­re­über­schuss för­dert die Ent­mi­ne­ra­li­sie­rung der Kno­chen, da die H+-Ionen unter Bil­dung von Hydro­gen­phos­phat an Phos­pha­tio­nen gebun­den werden.

Im Jahr 2001 wur­den meh­rere Arbei­ten zum Thema »Säure-Basen-Haushalt« und Kno­chen­stoff­wech­sel publi­ziert. (3, 4, 5)

Eine Schwei­zer Arbeits­gruppe der Uni­ver­si­tät Lau­sanne konnte zei­gen, dass eine säu­re­bil­dende Ernäh­rung die Calcium-Ausscheidung um 74 % erhöhte im Ver­gleich zu einer basen­bil­den­den Diät.

Von der Osteo­po­ro­tic Frac­tures Rese­arch Group der Uni­ver­sity of Cali­for­nia wurde publi­ziert, dass das Hüft­frak­tur­ri­siko bei post­me­no­pau­sa­len Frauen wesent­lich von der Nah­rungs­zu­sam­men­set­zung abhängt. Ältere Frauen mit einer hohen Auf­nahme tie­ri­scher Pro­te­ine im Ver­gleich zu pflanz­li­chen Pro­te­inen hat­ten ein signi­fi­kant höhe­res Risiko für Hüft­frak­tu­ren als Kon­troll­per­so­nen. Die Inzi­denz der Hüft­frak­tu­ren in den ein­zel­nen Län­dern kor­re­liert mit dem Ver­hält­nis von tie­ri­schem zu pflanz­li­chem Pro­tein in der täg­li­chen Ernäh­rung. Die Wis­sen­schaft­ler kom­men zu dem Schluss, dass eine gering­gra­dige meta­bo­li­sche Alka­lose wahr­schein­lich der opti­male Säure-Base-Status ist.

Auch bei der Aus­wer­tung der Framing­ham Osteo­po­ro­sis Study zeigte sich, dass ein hoher Ver­zehr von Obst und Gemüse einen pro­tek­ti­ven Effekt auf die Kno­chen­struk­tur hatte (6).

(1) Calvo MS et al: Per­sis­tently ele­va­ted para­thy­roid hor­mone secre­tion and action in young women after four weeks of inge­sting high phos­pho­rus, low cal­cium diets; J Clin Endo­cri­nol Metab 1990 May; 70(5): 1334–40

(2) Metz JA et al: Inta­kes of cal­cium, phos­pho­rus, and pro­tein, and physical-activity level are rela­ted to radial bone mass in young adult women; Am J Clin Nutr 1993 Oct; 58(4): 537–42

(3) Buclin T et al: Diet acids and alka­lis influ­ence cal­cium reten­tion in bone; Osteo­po­ros Int 2001; 12(6): 493–9

(4) Sell­meyer DE et al: A high ratio of diet­ary ani­mal to vege­ta­ble pro­tein increa­ses the rate of bone loss and the risk of frac­ture in post­me­no­pau­sal women. Study of Osteo­po­ro­tic Frac­tures Rese­arch Group; Am J Clin Nutr 2001 Jan; 73(1): 118–22

(5) Fras­setto L et al: Diet, evo­lu­tion and aging – the patho­phy­sio­lo­gic effects of the post-agricultural inver­sion of the potassium-to-sodium and base-to-chloride ratios in the human diet; Eur J Nutr 2001 Oct; 40(5): 200–13

(6) Tucker KL et al: Bone mine­ral den­sity and diet­ary pat­terns in older adults: the Framing­ham Osteo­po­ro­sis Study; Am J Clin Nutr 2002 Jul; 76(1): 245–252

Rheu­ma­ti­sche Erkrankungen

Alle tie­ri­schen Pro­dukte, ins­be­son­dere Fleisch, Wurst und Fisch, ent­hal­ten viel Ara­chi­donsäure. Zu den Meta­bo­li­ten der Ara­chi­donsäure gehö­ren die Prosta­glan­dine und Leu­ko­triene. Das Prosta­glan­din E2 kann bei Rheu­ma­ti­kern ver­mehrt in der Syn­o­vi­al­flüs­sig­keit nach­ge­wie­sen wer­den und ist an der Ent­wick­lung von Knor­pe­le­ro­sio­nen betei­ligt. (7)

Je mehr Ara­chi­donsäure mit der Nah­rung zuge­führt wird, um so mehr Ent­zün­dungs­stoffe kön­nen gebil­det wer­den. Es gibt meh­rere Publi­ka­tio­nen über den anti­in­flam­ma­to­ri­schen und analge­ti­schen Effekt einer vege­ta­ri­schen Kost bei Rheu­ma­ti­kern. (8,9)

Dabei ist offen­sicht­lich eine vegane Diät wegen der feh­len­den Ara­chi­donsäu­ren­zu­fuhr beson­ders effektiv.

(7) Stanczyk J et al: The role of cyclooxy­ge­nase and prosta­glandins in the patho­ge­ne­sis of rheu­ma­toid arthri­tis; Pol Mer­ku­ri­usz Lek 2001 Nov; 11(65): 438–43

(8) Mul­ler H et al: Fas­ting fol­lo­wed by vege­ta­rian diet in pati­ents with rheu­ma­toid arthri­tis: a sys­te­ma­tic review; Scand J Rheu­ma­tol 2001; 30(1): 1–10

(9) Huber R et al: Cli­ni­cal remis­sion of an HLA B27-positive sacroi­lii­tis on vegan diet; Forsch Kom­ple­men­t­ar­med Klass Natur­heilkd 2001 Aug; 8(4): 228–31

Tumor­er­kran­kun­gen

Bra­ten, Kochen und Gril­len von Fleisch und Fisch erzeu­gen hete­ro­zy­kli­sche Amine. Diese Sub­stan­zen ent­ste­hen als Folge einer che­mi­schen Reak­tion zwi­schen den Ami­no­säu­ren und dem Krea­tin des Mus­kel­ge­we­bes. Meh­rere Unter­su­chun­gen haben gezeigt, dass die hete­ro­zy­kli­schen Amine ein erheb­li­ches geno­to­xi­sches und muta­ge­nes Poten­tial haben (10,11).

Hete­ro­zy­kli­sche Amine sind Risi­ko­fak­tor für meh­rere Tumor­ar­ten, ins­be­son­dere für das Colon-Karzinom. In der Fach­li­te­ra­tur wer­den aber auch das Magen-, Ösophagus-, Prostata-, Pankreas-, Nie­ren– und Mamma-Karzinom mit hete­ro­zy­kli­schen Ami­nen in Zusam­men­hang gebracht (12)

Uru­guay und Argen­ti­nien gehö­ren zu den Län­dern mit dem höchs­ten Rind­fleisch­kon­sum und haben gleich­zei­tig die höchste Rate an Brust– und Darm­krebs. In eini­gen Arbei­ten wird auch über eine kar­dio­to­xi­sche Wir­kung der HCA´s berich­tet. (13, 14, 15)

Neben den HCA´s gibt es noch wei­tere kar­zi­no­gene Sub­stan­zen, die durch den Fleisch­kon­sum im Darm ent­ste­hen. So wurde in einer Unter­su­chung der Uni­ver­si­tät Hohen­heim fest­ge­stellt, dass eine Ernäh­rungs­weise mit einem hohen Fett– und Fleisch­an­teil die Geno­to­xi­zi­tät des Fäkal­was­sers gegen­über Darme­pi­t­he­lien erhöht. (16)

Beim mikro­biel­len Pro­te­in­ab­bau im Colon ent­ste­hen in Abhän­gig­keit von der Prote­in­zu­fuhr poten­zi­ell toxi­sche Sub­stan­zen, z.B. Ammo­niak, Phe­nole, Indole und Amine sowie N-Nitrosoverbindungen und Sul­fid. (17)

In einer Stu­die der Uni­ver­si­tät Cam­bridge konnte gezeigt wer­den, dass die Bil­dung von N-Nitrosoverbindungen eng mit der Ver­zehr­menge von rotem Fleisch kor­re­liert. (18)

Bekannt­lich gibt es einen epi­de­mio­lo­gi­schen Zusam­men­hang zwi­schen dem Kon­sum von rotem Fleisch und dem Auf­tre­ten des Colorectal-Carzinoms. Fleisch­pro­tein ist auch ein bedeu­ten­des Sub­strat für die bak­te­ri­elle Sul­fid­bil­dung im Darm. Sul­fid­ver­bin­dun­gen sind auch an der Ent­ste­hung von Colit­i­den betei­ligt. (19)

Erhöhte Kon­zen­tra­tio­nen des Insulin-like-growth-factor I (IGF-1) för­dern die Ent­ste­hung von Tumor­er­kran­kun­gen. 2002 wurde eine Unter­su­chung der Uni­ver­si­tät Oxford publi­ziert über die IGF-Konzentrationen bei ver­schie­de­nen Ernäh­rungs­for­men. Vega­ner hat­ten signi­fi­kant nied­ri­gere IGF-1-Konzentrationen als Misch­köst­ler und Lacto-Ovo-Vegetarier. Außer­dem waren in die­ser Gruppe die Kon­zen­tra­tio­nen der IGF-bindenden Pro­te­ine (IGFBP-1 und IGFBP-2) erhöht. (20)

(10)Sinha R et al: Diet­ary intake of hetero­cy­clic ami­nes, meat-derived muta­ge­nic activity, and risk of colo­rec­tal ade­no­mas; Can­cer Epi­de­miol Bio­mar­kers Prev 2001 May; 10(5): 559–62

(11)Anderson K et al: Meat intake and coo­king tech­ni­ques: asso­cia­ti­ons with pan­crea­tic can­cer; Mutat Res 2002 Sep 30; 506–507©: 225

(12)Matos E et al: Review on meat con­sump­tion and can­cer in South Ame­rica; Mutat Res 2002 Sep 30; 506–507©: 243

(13)Adamson RH et al: Stu­dies on the car­ci­no­ge­nic and myo­car­dial effects of 2-amino-3methylimidazo (4,5-f) qui­no­line (IQ) in non­hu­man pri­ma­tes; Prin­cess Tak­amatsu Symp 1995; 23: 260–7

(14)Adamson RH et al: Car­ci­no­gens in foods: hetero­cy­clic ami­nes and can­cer and heart disease; Adv Exp Med Biol 1995; 369: 211–20

(15)Davis CD et al: Pro­tec­tive effect of N-acetylcysteine against hetero­cy­clic amine-induced car­dio­to­xi­city in cul­tu­red myo­cy­tes and in rats; Food Chem Toxi­col 1995 Aug; 33(8): 641–51

(16)Rieger MA et al: A diet high in fat and meat but low in diet­ary fibre increa­ses the geno­to­xic poten­tial of „fae­cal water“; Car­ci­no­ge­ne­sis 1999 Dec; 20(12): 2311–6

(17)Hughes R et al: Pro­tein degra­da­tion in the large intes­tine: rele­vance to colo­rec­tal can­cer; Curr Issues Intest Micro­biol 2000 Sept; 1(2): 51–8

(18)Bingham SA et al: Effect of white ver­sus red meat on endo­ge­nous N-nitrosation in the human colon and fur­ther evi­dence of a dose response; J Nutr 2002 Nov; 132(11 Suppl): 3522S-3525S

(19)Magee EA et al: Con­tri­bu­tion of diet­ary pro­tein to sul­fide pro­duc­tion in the large intes­tine: an in vitro and a con­trol­led fee­ding study in humans; Am J Clin Nutr 2000 Dec; 72(6): 1488–94

(20)Allen NE et al: The Asso­cia­ti­ons of Diet with Serum Insulin-like Growth Fac­tor and Ist Main Bin­ding Pro­te­ins in 292 Woman Meat-Eaters, Vege­ta­ri­ans, and Vegans; Can­cer Epi­de­miol Bio­mar­kers Prev 2002 Nov; 11(11): 1441–8

Hyper­cho­le­ste­rin­ämie

Da pflanz­li­che Nah­rungs­mit­tel nahezu cho­le­ste­r­in­frei sind, wird die Cho­le­ste­rin­zu­fuhr über die Nah­rung durch den Ver­zehr tie­ri­scher Lebens­mit­tel bestimmt.

Die endo­gene Cho­le­ste­r­in­bil­dung wird über das Insulin/ Glukagon-Verhältnis regu­liert. Bei Pro­ban­den mit erhöh­ten Cho­le­ste­r­in­kon­zen­tra­tio­nen wur­den auch ein höhe­res Insulin/ Glukagon-Verhältnis nach­ge­wie­sen als bei Pro­ban­den mit nor­ma­len Cho­le­ste­rin­wer­ten. (21)

Die Zusam­men­set­zung der Nah­rungs­pro­te­ine beein­flusst die Aus­schüt­tung der Stoff­wech­sel­hor­mone Insu­lin und Glu­ka­gon. Tie­ri­sche Pro­te­ine sti­mu­lie­ren die Aus­schüt­tung von Insu­lin und akti­vie­ren die HMG-CoA-Reduktase, das limi­tie­rende Enzym für die Cholesterinsynthese.

Pflanz­li­che Pro­te­ine ent­hal­ten in der Regel mehr Argi­nin als Lysin. Tie­ri­sche Pro­te­ine wie­derum ent­hal­ten mehr Lysin und Leu­cin als pflanz­li­che Pro­te­ine. In meh­re­ren Unter­su­chun­gen wurde ein cho­le­ste­rin­sen­ken­der Effekt ins­be­son­dere des Soja­pro­te­ins nach­ge­wie­sen, was haupt­säch­lich auf die hohe Argi­nin­kon­zen­tra­tion die­ses Pflan­zen­pro­te­ins zurück­ge­führt wurde. (22, 23,24)

Eine hohe Zufuhr von Lysin in Form tie­ri­scher Pro­te­ine führt dazu, dass Argi­nin ver­mehrt in athe­ro­gene Apo­pro­te­ine wie Apo E ein­ge­baut wird. Diese Pro­te­ine sind Trans­port­mo­le­küle für Lipide und Cholesterin.

Vege­ta­ri­sche Ernäh­rungs­for­men haben einen posi­ti­ven Ein­fluss auf die Cho­le­ste­r­in­kon­zen­tra­tio­nen. In eini­gen Stu­dien konnte ein güns­ti­ge­res HDL/ LDL-Verhältnis nach­ge­wie­sen wer­den. (25, 26, 27)

Das LDL-Cholesterin von Vege­ta­ri­ern erwies sich als weni­ger oxi­da­ti­ons­emp­find­lich als das der Misch­köst­ler. Dies wird auf die hohe Zufuhr anti­oxi­da­ti­ver Wirk­stoffe bei Vege­ta­ri­ern zurück­ge­führt.
(28)

(21)Hubbard R et al: Effect of diet­ary pro­tein on serum insu­lin and glu­ca­gon levels in hyper– and nor­mocho­le­ste­ro­le­mic men; Athe­ros­cle­ro­sis 1989 Mar; 76(1): 55–61

(22) San­chez A et al: Plasma amino acids and the insulin/ glu­ca­gon ratio as an expla­na­tion for the diet­ary pro­tein modu­la­tion of athe­ros­cle­ro­sis; Med Hypo­the­ses 1991 Aug; 36(4): 324–9

(23) Car­roll KK et al: Soy con­sump­tion and cho­le­ste­rol reduc­tion: review of ani­mal and human stu­dies; J Nutr 1995 Mar; 125(3 Suppl): 594S-597S

(24) Wong WW et al: Cholesterol-lowering effect of soy pro­tein in nor­mocho­le­ste­ro­le­mic and hyper­cho­le­ste­ro­le­mic men, Am J Clin Nutr 1998 Dec; 68(6 Suppl): 1385S-1389S

(25) Robin­son F et al: Chan­ging from a mixed to self-selcted vege­ta­rian diet-influence on blood lipids; J Hum Nutr Diet 2002 Oct; 15(5): 323–9

(26) Hoff­mann I et al: Gies­sen Who­le­some Nutr­tion Stuudy: rela­tion bet­ween a health-conscious diet and blood lipids; Eur J Clin Nutr 2001 Oct; 55(10): 887–95

(27)Bederova A et al: Com­pa­ri­son of nut­ri­ent intake and cor­re­spon­ding bio­che­mica para­me­ters in ado­le­scent vege­ta­ri­ans and non-vegetarians; Cas Lek Cesk 2000 Jul 5; 139(13): 396–400

(28)Nagyova A et al: LDL and HDL oxi­da­tion and fatty acid com­po­si­tion in vege­ta­ri­ans; Ann Nutr Metab 2001; 45(4): 148–51

Dia­be­tes mellitus

Das Fett­säu­ren­mus­ter der Zell­mem­bra­nen wird wesent­lich von der ali­men­tä­ren Fett­säu­ren­zu­fuhr beein­flusst. Die Fett­säu­ren­zu­sam­men­set­zung der Zell­mem­bra­nen hat wie­derum eine erheb­li­che Aus­wir­kung auf die Sen­si­vi­tät der Insulinrezeptoren.

Fleisch und Wurst ent­hal­ten rela­tiv viele gesät­tigte Fett­säu­ren. In eini­gen Stu­dien konnte nach­ge­wie­sen wer­den, dass eine hohe Zufuhr gesät­tig­ter Fett­säu­ren die Insu­lin­sen­si­vi­tät ver­min­dert und eine Insu­lin­re­sis­tenz för­dert. (29 – 32)

Der Western-Diet-Ernährungsstil mit einer hohen Fett­auf­nahme und Zufuhr gesät­tig­ter Fett­säu­ren ist ein erheb­li­cher Risi­ko­fak­tor für eine Insu­lin­re­sis­tenz und für den Typ 2-Diabetes. Bekannt­lich führt eine Insu­lin­re­sis­tenz zunächst zu einem Hyper­in­su­li­nis­mus. Chro­nisch erhöhte Insu­lin­spie­gel sind ein Risi­ko­fak­tor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und für ver­schie­dene Tumorarten.

Die Anhän­ger der Atkins-Diät (viel Fleisch, viel Fett) begrün­den die angeb­li­chen Vor­teile die­ser Ernäh­rungs­form damit, dass durch eine ver­min­derte Insu­li­n­ant­wort eine Gewichts­re­duk­tion erleich­tert würde. Tat­säch­lich füh­ren eiweiß­rei­che Nah­rungs­mit­tel zu einer über­durch­schnitt­lich höhe­ren Insu­li­n­ant­wort, als ihrem gly­kä­mi­schen Index ent­spre­chen würde (33).

(29)Vessby B: Diatary fat and insu­lin action in humans; Br J Nutr 2000 mar; 83 Suppl 1:S91-6

(30)Vessby B et al: Sub­sti­tu­ting diet­ary satura­ted for mono­un­sa­tura­ted fat impairs insu­lin sen­si­ti­vity in healthy men and women: The KANWU Study; Dia­be­to­lo­gia 2001 Mar; 44(3): 312–9

(31)Van Dam RM et al: Diet­ary fat and meat intake in rela­tion to risk of type 2 dia­be­tes in men; Dia­be­tes Care 2002 Mar; 25(3): 417–24

(32) Mann JI: Diet and risk of coro­nary heart disease and type 2 dia­be­tes; Lan­cet 2002 Sep 7; 360(9335): 783–9

(33)Holt SH et al: An insu­lin index of foods: the insu­lin dmand gene­ra­ted by 1000-kJ por­ti­ons of com­mon foods; Am J Clin Nutr 1997 Nov; 66(5): 1264–76

Eisen und oxi­da­ti­ver Stress

Eisen gehört zu den essen­ti­el­len Spu­ren­ele­men­ten und ist zu etwa 70 % im Blut­farb­stoff Hämo­glo­bin und im Mus­kel­farb­stoff Myo­glo­bin ent­hal­ten. Viele wich­tige Enzyme des Stoff­wech­sel sind eisen­ab­hän­gig, ein Eisen­man­gel sollte des­halb ver­mie­den werden.

1992 wurde erst­mals ein Zusam­men­hang zwi­schen erhöh­ten Eisen­spei­cher­be­stän­den und einem 2,2fach erhöh­tem Herz­in­farkt­ri­siko beschrie­ben. Die­ser Befund konnte inzwi­schen durch andere Stu­dien bestä­tigt wer­den. (34, 35)

Das Hämei­sen aus rotem Fleisch wird zehn­mal bes­ser resor­biert als Eisen pflanz­li­chem Ursprungs. Zwi­schen dem Herz­in­farkt­ri­siko und der Auf­nahme von Hämei­sen besteht ein posi­ti­ver Zusam­men­hang. Über­schüs­si­ges Eisen ist ein Bild­ner freier Radi­kale und schä­digt durch den oxi­da­ti­ven Stress das LDL. Die oxi­da­tive Schä­di­gung des LDL ist wie­derum das wich­tigste patho­ge­ne­ti­sche Prin­zip für die Bil­dung von Schaum­zel­len und athe­ro­skle­ro­ti­schen Plaques.

Eine aus­ge­wo­gene vege­ta­ri­sche Ernäh­rung führt zu kei­nem Eisen­man­gel. Vege­ta­rier haben in der Regel nied­ri­gere Eisen­spei­cher, was einer aktu­el­len Stu­die zufolge zu einer höhe­ren Insu­lin­sen­si­vi­tät führt. (36)

(34)Tanaka T et al: Vege­ta­rian diet ame­lio­ra­tes sym­ptoms of ato­pic der­ma­tits through reduc­tion of the num­ber of peri­pheral eosi­no­phils and PGE2 syn­the­sis by mono­cy­tes; J Phy­siol Anthro­pol Appl Human Sci 2001 Oct; 20(6): 353–61

(35)Klipstein-Grobusch K et al: Diet­ary iron and risk of myo­car­dial infarc­tion in the Rot­ter­dam Sudy; Am J Epi­de­miol 1999 Mar 1; 149(5): 421–8

(36)Hua NW et al: Low iron sta­tus and enhan­ced insu­lin sen­si­ti­vity in lacto-ovo vege­ta­ri­ans; Br J Nutr 2001 Oct; 86(4): 515–9

Psy­che und Cortisolspiegel

Eine prote­in­rei­che Ernäh­rung führt zu einem Cor­tiso­lan­stieg in Spei­chel und Blutse­rum. Bei einer koh­len­hy­dratrei­chen Ernäh­rung tritt die­ser Effekt nicht auf. (37, 38, 39)

Ein Hyper­cor­tiso­lis­mus hat nicht nur eine immun­sup­p­res­sive Wir­kung, son­de­ren kann lang­fris­tig auch die Hip­po­cam­pus­zel­len schä­di­gen, die für die Gedächt­nis­bil­dung und für das Lern­ver­hal­ten wich­tig sind. (40)

Eine eher koh­len­hy­drat­be­tonte Ernäh­rungs­weise hat einen güns­ti­gen Effekt auf die Sero­to­nin­bil­dung im Gehirn. Eine aus­rei­chende Ver­füg­bar­keit von Sero­to­nin ver­bes­sert die psy­chi­sche Befindlichkeit.

(37) Slag MF et al: Meal sti­mu­la­tion of cor­ti­sol secre­tion: a pro­tein indu­ced effect; Meta­bo­lism 1981 Nov; 30(11): 1104–8

(38)Ishizuka B et al: Pitui­tary hor­mone release in response to food inges­tion: evi­dence for neu­ro­en­do­crine signals from gut to brain; J Clin Endo­cri­nol Metab 1983 Dec; 57(5): 1111–6

(39)Anderson KE et al: Diet-hormone inter­ac­tions: protein/ car­bo­hy­drate ratio alters recipro­cally the plasma levels of tes­to­ste­rone and cor­ti­sol and their respec­tive bin­ding glo­bu­lins in man; Live sci 1987 May 4; 40(18): 1761–8

(40)Kirschbaum C et al: Stress and treatment-induces ele­va­tions of cor­ti­sol levels asso­cia­ted with impai­red decla­ra­tive memory in healthy adults; Live Sci 1996; 58(17): 1475–83

BSE und Immunreaktionen

Das Thema »BSE« hat noch vor zwei Jah­ren für erheb­li­che Auf­re­gun­gen in der Öffent­lich­keit gesorgt. Inzwi­schen ist BSE aus den Schlag­zei­len gera­ten, nach­dem jetzt das so genannte Risi­ko­ma­te­rial beim Schlach­ten ent­fernt wer­den muss und BSE-Tests gesetz­lich vor­ge­schrie­ben sind. Das Mus­kel­fleisch der geschlach­te­ten Rin­der wurde bis­her immer als gesund­heit­lich unbe­denk­lich eingestuft.

An die­ser Behaup­tung sind jetzt ernst­hafte Zwei­fel ange­bracht, nach­dem die Arbeits­gruppe des Nobel­preis­trä­gers Stan­ley Prusi­ner erheb­li­che Men­gen an Prio­nen in der Mus­ku­la­tur infi­zier­ter Mäuse nach­wei­sen konnte. Eine Auf­se­hen erre­gende Publi­ka­tion erschien dar­über im März 2002 in einer der renom­mier­tes­ten wis­sen­schaft­li­chen Fach­zei­tun­gen, in den »Pro­cee­dings of the Natio­nal Aca­demy of Sci­en­ces«. (41)

Beim 7. Kon­gress für Infek­ti­ons­krank­hei­ten und Tro­pen­me­di­zin prä­sen­tierte das Ber­li­ner Robert-Koch-Insitut eine Unter­su­chung bei Gold­hams­tern. Die dem Fut­ter beige­ge­be­nen Scrapie-Erreger brei­te­ten sich bei den Hams­tern in den unter­schied­lichs­ten Tei­len der Ske­lett­mus­ku­la­tur aus. Sämt­li­che unter­such­ten Mus­kel­ge­webe waren posi­tiv. Dabei wur­den sogar große Men­gen an Prio­nen­pro­te­inen nachgewiesen.(42)

Das Nach­rich­ten­ma­ga­zin »Moni­tor« zeigte am 23.01.2003 ein Inter­view mit dem Mün­che­ner Neu­ro­pa­tho­lo­gen Prof. Hans Kret­sch­mar, der die Unter­su­chun­gen der kali­for­ni­schen For­scher an Mäu­sen wie­der­holt hatte und eben­falls Prio­nen im Mus­kel­fleisch nach­wei­sen konnte. Prof. Kret­sch­mar bezeich­nete dies als beun­ru­hi­gen­den Befund, weil man nicht aus­schlie­ßen könne, dass man sich mit dem Mus­kel­fleisch anste­cken kann. (43)

Infolge des ers­ten bekannt­ge­wor­de­nen BSE-Falls in den USA am 23.12.03 sind meh­rere Fach­bei­träge erschie­nen, die auf­zei­gen, dass am bis­he­ri­gen wis­sen­schaft­li­chen Welt­bild der BSE-Erkrankung doch erheb­li­che Zwei­fel ange­bracht sind. Die Nach­rich­ten­agen­tur United Press Inter­na­tio­nal (UPI) ver­öf­fent­lichte am 29.12.03 einen gro­ßen Arti­kel über die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung (CJD): Bis­her war man immer davon aus­ge­gan­gen, dass die klas­si­sche Form der CJD nichts mit BSE zu tun hat. Nur die so genannte vari­ante Form die­ser Erkran­kung, die zudem jün­gere Men­schen befällt, wurde mit dem Ver­zehr von infi­zier­tem Rind­fleisch in Ver­bin­dung gebracht.

Neue For­schungs­er­geb­nisse der Uni­ver­si­tät Lon­don haben jetzt gezeigt, dass eine Infek­tion mit BSE-Prionen sowohl die vari­ante als auch die klas­si­sche Form der CJD ver­ur­sa­chen kann. In der Schweiz waren in der Ver­gan­gen­heit zahl­rei­che Rin­der BSE-infiziert; die CJD-Erkrankungsrate hat sich in den letz­ten drei Jah­ren ver­dop­pelt. CFD gehört wie der Mor­bus Alz­hei­mer zu den neu­ro­de­ge­ne­ra­ti­ven Erkran­kun­gen, die von ihrem kli­ni­schen Bild her nicht immer ein­deu­tig zu unter­schei­den sind. An meh­re­ren US-Universitäten wur­den von Neu­ro­pa­tho­lo­gen Autopsie-Studien an Ver­stor­be­nen durch­ge­führt, bei denen zu Leb­zei­ten von Fach­ärz­ten die Dia­gnose Mor­bus Alz­hei­mer gestellt wurde. Das Bri­sante an den Stu­di­en­er­geb­nis­sen ist, dass in 3 — 13 Pro­zent der Fälle gar kein Mor­bus Alz­hei­mer vor­lag, son­dern die Creutzfeld-Jakob-Erkrankung.

In den USA hat die Zahl der Men­schen, die an Mor­bus Alz­hei­mer ver­stor­ben sind, von 1979 bis zum Jahr 2000 um das 50-fache zuge­nom­men. Im Jahr 2000 waren dies immer­hin 50.000 Men­schen. Momen­tan schätzt man die Zahl der Alzheimer-Erkrankten in den USA auf rund 4 Mio.
Man muss des­halb rea­lis­ti­scher­weise davon aus­ge­hen, dass bei CJD eine erheb­li­che Dun­kel­zif­fer vor­liegt. (44)

Am 1.10.03 wurde in PNAS-online eine inter­es­sante Stu­die von Wis­sen­schaft­lern der Uni­ver­sity of Cali­for­nia ver­öf­fent­licht. Die ame­ri­ka­ni­schen For­scher hat­ten her­aus­ge­fun­den, dass der mensch­li­che Stoff­wech­sel nach dem Ver­zehr von rotem Fleisch bestimmte Zucker­ver­bin­dun­gen mit der Bezeich­nung N-Glycolyneuroaminsäure (Neu5Gc) in ver­schie­de­nen Gewebe ein­la­gert. Bei ver­schie­de­nen Test­per­so­nen wur­den Neu5Gc-Antikörper iden­ti­fi­ziert. Dadurch ist erst­mals der Nach­weis erbracht, dass Mole­küle aus dem Fleisch­ver­zehr im mensch­li­chen Stoff­wech­sel Immun­re­ak­tio­nen aus­lö­sen kön­nen. Ein regel­mä­ßi­ger Fleisch­kon­sum för­dert schäd­li­che Immun­re­ak­tio­nen und kann die Ent­zün­dungs­be­reit­schaft des Kör­pers erhö­hen, mit allen dar­aus her­vor­ge­hen­den Fol­ge­er­kran­kun­gen. (45)

42. (42) FAZ.NET, 8. April 2003

43. (43) WDR Moni­tor, 23.01.2003

44. (44) Mad Cow: Lin­ked to thousands of CJD cases? By Steve Mit­chell, United Press Inter­na­tio­nal, Publis­hed 12/29/2003

45. (45) Proc.Natl. Acad. Sci. USA, 10.1073/pnas.2131556100

Umwelt­gifte

Etwa 90 % aller Dioxine und Furane wer­den über tie­ri­sche Nah­rungs­mit­tel auf­ge­nom­men, wobei etwa die Hälfte aus Milch und Milch­pro­duk­ten stammt. Im Laufe der Nah­rungs­kette kommt es zu einer immer stär­ke­ren Anrei­che­rung schwer abbau­ba­rer Schad­stoffe. Das End­glied (Top-Konsument) kann dann even­tu­ell toxi­sche Men­gen des Schad­stoffs aufnehmen.

Bei fast jedem Lebens­mit­tel­skan­dal wird betont, dass keine toxi­ko­lo­gisch rele­van­ten Kon­zen­tra­tio­nen gemes­sen wur­den und des­halb eine Gefähr­dung der Bevöl­ke­rung bestünde.

Bei vie­len Umwelt­gif­ten han­delt es sich um Sub­stan­zen mit hor­mo­nel­ler bzw. anti­hor­mo­nel­ler Wir­kung auf Orga­nis­men (endo­crine dis­rup­tors). Im Jahr 2002 wur­den zwei Arbei­ten der Uni­ver­si­tät von Lon­don publi­ziert, in denen gezeigt wurde, dass meh­rere Xeno­ös­tro­gene addi­tiv eine erheb­li­che hor­mo­nelle Wir­kung hat­ten. Jede ein­zelne die­ser Sub­stan­zen lag in ihrer Kon­zen­tra­tion unter der NOEC (No-observed-effect con­cen­tra­tion). (46, 47)

(46) Silva E et al: Some­thing from „nothing“-eigtht weak estro­ge­nic che­mi­cals com­bi­ned at con­cen­tra­ti­ons below NOECs pro­duce signi­fi­cant mic­ture effects; Environ Sce Tech­nol 2002 Apr 15; 36(8): 1751–6

(47)Rajapakse N et al: Com­bi­ning xenoe­stro­gens at levels below indi­vi­dual no-observed-effect con­cen­tra­ti­ons dra­ma­ti­cally enhan­ces ste­roid hor­mone action; Environ Health Per­spect 2002 sep; 110(9

Fleisch und Bluthochdruck

Von der Har­vard Uni­ver­sity und dem Brig­ham and Women´s Hos­pi­tal, Bos­ton wurde der Zusam­men­hang zwi­schen dem Ver­zehr von rotem Fleisch und dem Risiko für arte­ri­elle Hyper­to­nie unter­sucht. Diese Stu­die wurde an 28.766 weib­li­chen Ange­hö­ri­gen von Heil­be­ru­fen durch­ge­führt. Dabei zeigte sich, dass das Risiko für arte­ri­elle Hyper­to­nie mit stei­gen­dem täg­li­chen Fleisch­kon­sum korrelierte.

Bei einer täg­li­chen Auf­nahme von rotem Fleisch von 1,5 Por­tio­nen und mehr war das Risiko für das Auf­tre­ten von Blut­hoch­druck im Ver­gleich zu den Stu­di­en­teil­neh­me­rin­nen, die kein Fleisch aßen, um 35 Pro­zent erhöht.

Refe­renz:
Wang L et al: Meat intake and the risk of hyper­ten­sion in middle-aged and older women; J Hyper­tens. 2008; 26(2):215–222

Fleisch­kon­sum erhöht Risiko für Prostatakarzinom

Im Rah­men der Agri­cul­tu­ral Health Study mit 23.080 männ­li­chen Stu­di­en­teil­neh­mern wurde der Ein­fluss des Ver­zehrs von Fleisch auf das Risiko für ein Pro­statakar­zi­nom unter­sucht. Es zeigte sich keine Asso­zia­tion zwi­schen der Art des Flei­sches und spe­zi­fi­schen Zube­rei­tungs­me­tho­den auf das Pro­statakar­zi­nom­ri­siko. Der Ver­zehr von stark durch­ge­bra­te­nem Fleisch war dage­gen mit einem 1,26-fach erhöh­ten Risiko für das Auf­tre­ten des Pro­statakar­zi­noms und einem 1,97-fach erhöh­ten Risiko für das fort­ge­schrit­tene Krank­heits­bild des Pro­statakar­zi­noms assoziiert.

Refe­renz:
Kou­tros S et al: Meat and meat muta­gens and risk of pro­state can­cer in the agri­cul­tu­ral health study; Can­cer Epi­demol Bio­mar­kers Prev. 2008 Jan; 17(1):80–7

Wes­tern diet för­dert das meta­bo­li­sche Syndrom

Im Rah­men der ARIC-Study (Athe­ros­cle­ro­sis Risk in Com­mu­nities) wurde über einen Zeit­raum von neun Jah­ren das Auf­tre­ten des meta­bo­li­schen Syn­droms regis­triert und mit den Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten in Bezug gesetzt. Unter dem meta­bo­li­schen Syn­drom ver­steht man einen Sym­ptom­kom­plex beste­hend aus Über­ge­wicht, Blut­hoch­druck, Insu­lin­re­sis­tenz und erhöh­ten Blutfettwerten.

Die Ergeb­nisse die­ser Unter­su­chung zeig­ten, dass fol­gende Ernäh­rungs­fak­to­ren das Auf­tre­ten des meta­bo­li­schen Syn­droms begüns­ti­gen: Ver­zehr von Fleisch, Ver­zehr von fett gebra­te­nen Nah­rungs­mit­teln sowie der Western-diet-Ernährungsstil.

Anmer­kung:
Der Western-diet-Ernährungsstil bezeich­net eine welt­weit ver­brei­tete Ernäh­rungs­form, die durch eine hohe Zufuhr tie­ri­scher Pro­te­ine und ein­fa­cher Koh­len­hy­drate gekenn­zeich­net ist.

Refe­renz:
Lut­sey PL et al: Diet­ary intake and deve­lop­ment of the meta­bo­lic syn­drome. The athe­ros­cle­ro­sis risk in com­mu­nities study; Cir­cu­la­tion. 2008 Jan. 22

Warum führt Fleisch­ver­zehr zu Brustkrebs?

Ver­schie­dene epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­dien in den letz­ten Mona­ten haben über­zeu­gend nach­ge­wie­sen, dass der Ver­zehr von rotem Fleisch dosis­ab­hän­gig das Risiko für Brust­krebs erhöht – und zwar sowohl bei jün­ge­ren als auch bei post­me­no­pau­sa­len Frauen. Vor kur­zem wurde eine inter­es­sante Stu­die des Impe­rial Col­lege Lon­don publi­ziert. Es konnte erst­mals gezeigt wer­den, dass ein hete­ro­zy­kli­sches Amin — näm­lich PhIP – bereits in außer­or­dent­lich gerin­ger Dosie­rung die Pro­lac­t­in­bil­dung in einer Zell­kul­tur mit Hypo­phy­sen­zel­len anre­gen konnte. Pro­lac­tin ist neben Östro­ge­nen ein wich­ti­ger Sti­mu­la­tor des Wachs­tums von ver­schie­de­nen Brust­krebs­ar­ten. Einer der Auto­ren der Stu­die, Nigel J. Goo­der­ham, zeigte sich über­rascht, dass selbst kleinste Men­gen von PhIP (10 –11 mol/ l) in der Lage sind, die Pro­lac­tin­kon­zen­tra­tion zu sti­mu­lie­ren. PhIP hat also eine unglaub­lich starke Wirk­sam­keit. Man weiß schon seit län­ge­rer Zeit, dass bei der Zube­rei­tung von Fleisch mit gro­ßer Hitze hete­ro­zy­kli­sche Amine, ins­be­son­dere PhIP, entstehen.

Die Ergeb­nisse der Labor­stu­die der Lon­do­ner For­scher­gruppe könnte ein wich­ti­ger Erklä­rungs­bau­stein dafür sein, warum bei immer mehr epi­de­mio­lo­gi­sche Stu­dien der Fleisch­ver­zehr mit dem Brust­krebs­ri­siko korreliert.

Refe­renz:
Sci­ence News Online: Trou­bling Meaty „Estro­gen“; Week of Oct. 20, 2007; Vol. 172; No. 16

Brust­krebs und Ernährungsgewohnheiten

In einer bra­si­lia­ni­schen Stu­die wurde eine Gruppe von Brust­krebs­pa­ti­en­ten mit einer Gruppe gesun­der Frauen ver­gli­chen. Über­prüft wur­den Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten, Ein­kom­men und Schul­bil­dung. Es stellte sich her­aus, dass der Ver­zehr von Schwei­ne­fett und fet­tem Fleisch mit einem erhöh­ten Risiko für Brust­krebs asso­zi­iert war.

Refe­renz:
Di Pie­tro PF et al: Bre­ast can­cer in sou­thern Bra­zil: asso­cia­tion with past diet­ary; Nutr Hosp. 2007 Sep – Oct; 22(5):565–7

Western-Diet” begüns­tigt Rück­fälle beim Dickdarmkrebs

Wer viel Fleisch und Fleisch­pro­dukte isst, muss sich nicht wun­dern, wenn der Darm irgend­wann erkrankt.

For­scher des Dana-Farber Can­cer Insti­tute haben unter­sucht, wel­chen Ein­fluss die Ernäh­rung auf das Rück­fall­ri­siko beim Colon­car­zi­nom hat. Dabei wur­den ca. 1000 Pati­en­ten ein­be­zo­gen, bei denen sowohl eine chir­ur­gi­sche The­ra­pie als auch eine Che­mo­the­ra­pie vor­ge­nom­men wurde. Dabei zeigte sich, dass die Pati­en­ten, die einem „Western-diet-Ernährungs–
stil“ folg­ten (viel rotes Fleisch und Fleisch­pro­dukte, Süßig­kei­ten, Pom­mes Fri­tes und raf­fi­nierte Koh­len­hy­drate), ein drei­ein­halb­mal höhe­res Risiko hat­ten, an einem Coloncarzinom-Rezidiv zu erkranken.

Refe­renz:
„Wes­tern“ Diet lin­ked to increa­sed risk of colon can­cer recur­rence,
Sci­ence Dai­liy, August 15, 2007-10-29

Fal­sche Bot­schaft über gesund­heit­li­chen Nut­zen des Fischverzehrs

Dass Fisch gesund sei, hört man gerne — die gesund­heit­li­chen Risi­ken des Fisch­ver­zehrs wer­den jedoch vehe­ment unter den Tisch gekehrt.

2006 wurde von Mozaf­fa­rian und Rimm ein Arti­kel in der renom­mier­ten Fach­zeit­schrift „Jama“ publi­ziert, in dem der Nut­zen und die Risi­ken des Fisch­kon­sums bewer­tet wur­den. Die bei­den Auto­ren kamen zu dem Schluss, dass der gesund­heit­li­che Nut­zen des Fisch­ver­zehrs die Risi­ken weit über­wie­gen würde. Diese „public health mes­sage” fand erwar­tungs­ge­mäß gro­ßen Anklang in der Öffent­lich­keit und war auch in den Medien stark prä­sent. In der Fach­zei­tung Environ­men­tal Health wurde am 23. Okto­ber 2007 ein Kom­men­tar eines New Yor­ker Umwelt­wis­sen­schaft­lers zu die­sem Jama-Artikel publi­ziert. Alan H. Stern, so der Name des Wis­sen­schaft­lers, kam nach einer kri­ti­schen Bewer­tung der ver­wen­de­ten Stu­dien zu einem völ­lig ande­ren Schluss als Mozaf­fa­rian und Rimm. In den bei­den qua­li­ta­tiv hoch­wer­tigs­ten Stu­dien zeigte sich näm­lich ein­deu­tig, dass Methyl­queck­sil­ber durch Fisch­ver­zehr das Herz­in­farkt­ri­siko stark erhöht und die Omega-3-Fettsäuren hier kaum einen pro­tek­ti­ven Effekt aus­üben. Die Aus­sage, dass die Vor­teile des Fisch­ver­zehrs die Nach­teile über­wie­gen, hält Stern für eine unan­ge­mes­sene Aus­sage, die auf einer unge­nü­gen­den Ana­lyse der vor­han­de­nen Fach­li­te­ra­tur beruht.

Refe­renz:
Alan H. Stern: Public health gui­dance on car­dio­vas­cu­lar bene­fits and risks rela­ted to fish con­sump­tion; Environ­men­tal Health 2007-10-29

Fleisch­kon­sum erhöht Risiko für nich­tal­ko­ho­li­sche Fettleber

In einer israe­li­schen Stu­die wurde der Ein­fluss der Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten auf die Ent­ste­hung einer nich­tal­ko­ho­li­schen Fett­le­ber unter­sucht. Dabei erwie­sen sich der Kon­sum von Soft­drinks sowie der Ver­zehr von Fleisch als signi­fi­kante Risikofaktoren.

Refe­renz:
Zelber-Sagi S et al: Long term nut­ri­tio­nal intake and the risk for non-alcoholic fatty liver disease (NAFLD): A popu­la­tion based study; J Hepa­tol 2007 Nov; 47(5): 711–7. Epub 2007 Aug 14

Wild­fleisch als Quelle für EHEC-Infektionen unterschätzt

In einer Pres­se­mit­tei­lung des Bun­des­in­sti­tuts für Risi­ko­be­wer­tung (BFR) wird vor einer Kon­ta­mi­na­tion von Wild­fleisch mit EHEC-Erregern gewarnt. EHEC ist die Abkür­zung für Enter­o­hä­mor­r­ha­gi­sche Esche­ri­chia Coli. Das sind Bak­te­rien, die bei Men­schen akute, teil­weise blu­tige Durch­fall­er­kran­kun­gen ver­ur­sa­chen. Bei Kin­dern kann es durch diese Erre­ger auch zu einer Schä­di­gung der Nie­ren, bis hin zu Nie­ren­ver­sa­gen kommen.

Bis­her waren als Quelle für EHEC-Infektionen vor allem land­wirt­schaft­li­che Nutz­tiere bekannt: Rin­der, Schafe und Zie­gen. Neuere

Unter­su­chun­gen haben nun gezeigt, dass auch Wild­fleisch­pro­dukte damit belas­tet sind. Der Prä­si­dent des Bun­des­in­sti­tuts für Risi­ko­be­wer­tung sagte, dass Wild­fleisch als EHEC-Infektionsquelle für den Men­schen bedeu­ten­der gewor­den ist als Rind­fleisch. 2002 waren drei Pro­zent der Wild­fleisch­pro­ben mit EHEC belas­tet; 2005 lag die Rate schon bei 14,8 Pro­zent.
Refe­renz:
BfR-Pressemitteilung vom 21.08.2007/ 45321

Fleisch­kon­sum macht Schwei­zer Kin­der signi­fi­kant für Über­ge­wicht anfällig

In einer Stu­die der ETH Zürich wur­den die Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten bei über­ge­wich­ti­gen und nor­mal­ge­wich­ti­gen Schwei­zer Kin­dern im Alter von 6 bis 14 Jah­ren untersucht.

Dabei erwies sich die Pro­te­in­auf­nahme durch den Fleisch­ver­zehr als der ent­schei­dende Ernäh­rungs­fak­tor, der den Body-Mass-Index beeinfusste.

Erwar­tungs­ge­mäß spielte auch das Frei­zeit­ver­hal­ten der Kin­der eine wich­tige Rolle. Je mehr Zeit vor dem Fern­se­her oder Com­pu­ter ver­bracht wurde, desto höher war das Risiko für Übergewicht.

Refe­renz:
Aeberli I et al: Diet­ary intake and phy­si­cal activity of nor­mal weight and over­weight of 6 to 14 year old Swiss child­ren; Swiss Med Wkyl; 2007 Jul 28; 137 (29–30): 424–30

Fleisch­kon­sum erhöht das Risiko für Gebärmutterkrebs

Vom Can­cer Insti­tute of New Jer­sey wurde eine Meta­ana­lyse über den Zusam­men­hang zwi­schen Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten und dem Auf­tre­ten von Gebär­mut­ter­krebs durch­ge­führt. Dabei wur­den drei hoch­qua­li­fi­zierte Kohor­ten­stu­dien und 16 Fall­kon­troll­stu­dien aus­ge­wer­tet. Es ergab sich ein­deu­tig, dass der Fleisch­ver­zehr, ins­be­son­dere der von rotem Fleisch, das Risiko für Gebär­mut­ter­krebs erhöht.

Refe­renz:
Ban­dera EV et al: Con­sump­tion of ani­mal foods and endo­me­trial can­cer risk: a sys­te­ma­tic lite­ra­ture review and meta-analysis; Can­cer Auses Con­trol. 2007 Jul 19

Frank­reich: Fisch­ver­zehr ist eine bedeu­tende Quelle für die Toxinaufnahme

Zur Beur­tei­lung der Auf­nahme von Dioxi­nen, Fura­nen und dioxin-like PCBs wur­den Ana­ly­s­en­er­geb­nisse von Lebens­mit­tel­pro­ben mit Daten der natio­na­len Ver­zehr­stu­die in Frank­reich ver­gli­chen. Es zeigte sich, dass ein nicht uner­heb­li­cher Teil der fran­zö­si­schen Bevöl­ke­rung (zwi­schen 20 und 28 Pro­zent) eine Belas­tung mit o.g. Schad­stof­fen auf­wies, die über der defi­nier­ten Tole­ranz­grenze lag.

Dabei hatte der Fisch­ver­zehr bei Erwach­se­nen einen Anteil von 48 Pro­zent, gefolgt von Milch­pro­duk­ten mit 34 Prozent.

Refe­renz:
Tard A et al: Dioxins, furans and dioxin-like PCBs: Occur­rence in food and diet­ary intake in France; Food Addit Con­tam. 2007 Sep; 24(9): 1007–17

Viel Fleisch in der Schwan­ger­schaft macht Kin­der stressanfälliger

In der Juni­aus­gabe des Cli­ni­cal Edo­cri­no­logy and Meta­bo­lism wurde von einer Stu­die der Uni­ver­si­tät of Sout­hamp­ton berich­tet. In den spä­ten 60er Jah­ren war es zur Ver­min­de­rung des Risi­kos einer Pre­klamp­sie bei Schwan­ge­ren üblich, den Ver­zehr einer prote­in­rei­chen, koh­len­hy­drat­ar­men Ernäh­rung zu emp­feh­len. Pre­klamp­sie ist eine Schwan­ger­schafts­kom­pli­ka­tion, die sich durch einen stark erhöh­ten Blut­druck auszeichnet.

In der gegen­wär­ti­gen Stu­die wur­den die jetzt erwach­se­nen Kin­der unter Anwen­dung ver­schie­den­de­ner Test­ver­fah­ren auf ihre Stres­s­to­le­ranz unter­sucht. Die For­scher nah­men zur Cor­tisol­be­stim­mung Speichelproben

wäh­rend und nach den Test­ver­fah­ren. Dabei zeigte sich, dass der Cor­tisol­spie­gel sehr eng mit der Fleisch­menge kor­re­lierte, die die Müt­ter in der spä­ten Schwan­ger­schafts­phase geges­sen hatten.

Der Lei­ter der Stu­die Dr. David W. Phil­lips ver­mu­tete, dass eine unaus­ge­wo­gene prote­in­rei­che Ernäh­rung die fötale Ent­wick­lung nach­tei­lig beein­flusst. Offen­sicht­lich ent­steht dadurch eine höhere Stress­emp­find­lich­keit, die sich nicht nur im frü­hen Lebens­al­ter bemerk­bar macht, son­dern bis in das Erwach­se­nen­al­ter hinein.

Es ist bekannt, dass prote­in­rei­che Diä­ten die HPA-Achse sti­mu­lie­ren kön­nen. Wenn also die Müt­ter chro­nisch erhöhte Cor­tisol­spie­gel wäh­rend der Schwan­ger­schaft haben, könnte dies zu einer Umpro­gram­mie­rung der sich ent­wi­ckel­ten föta­len HPA-Achse führen.

Die Ernäh­rung der Müt­ter ähnelte sehr stark der heu­ti­gen umstrit­te­nen Aktins-Diät und ist nach Aus­sage von Phil­lips für schwan­gere Frauen nicht geeig­net. Statt­des­sen soll­ten Frauen eine aus­ge­wo­gene Ernäh­rung pfle­gen, die viel Voll­korn­ge­treide, Früchte und beson­ders grü­nes Gemüse einbezieht.

Refe­renz:
Mom´s meat-rich diet affects kid´s stress response;
Med­line Plus, 4. Juli 2007

Hohe Zufuhr tie­ri­scher Pro­te­ine erhöht das Adipositas-Risiko bei Kindern

Die Inzi­denz­rate von Adi­po­si­tas im Kin­des­al­ter steigt welt­weit an. Rund 30 Pro­zent der über­ge­wich­ti­ger Kin­der ent­wi­ckeln eine Insu­lin­re­sis­tenz und andere Stoff­wech­sel­stö­run­gen. In einer Stu­die der spa­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten von Cor­doba und Gra­nada wur­den Ernäh­rungs­fak­to­ren mit dem Auf­tre­ten von Insu­lin­re­sis­tenz bei Kin­dern untersucht.

Ein erhöh­ter Ver­zehr tie­ri­scher Pro­te­ine, beson­ders in frü­hen Lebens­pha­sen, begüns­tigt die Ent­ste­hung von Über­ge­wicht und Insu­lin­re­sis­tenz. Das glei­che trifft auf bal­last­stoff­ar­men Ernäh­rungs­for­men mit einem hohen gly­kä­mi­schen Index (z.B. Süßig­kei­ten, Weiß­mehl­pro­dukte) zu.

Refe­renz:
Canete R et al: Deve­lop­ment of insu­lin resis­tance and ist rela­tion to diet in the obese child; Eur J Nutr. 2007 Jun; 46(4): 181–7

Fleisch erhöht das Risiko für Übergewicht

Auf der dies­jäh­ri­gen Tagung des Ame­ri­can Col­lege of Sports Medi­cine wurde eine Stu­die vor­ge­stellt, bei der der Fleisch­ver­zehr von 284 prä­me­no­pau­sa­len Frauen mit dem Kör­per­fett­an­teil und Gewicht ver­gli­chen wurde. Die Frauen mit dem nied­rigs­ten Fleisch­kon­sum waren am wenigs­ten über­ge­wich­tig; die Frauen mit dem höchs­ten Fleisch­kon­sum hat­ten ein um 52,8 Pro­zent ver­mehr­tes Über­ge­wichts­ri­siko. Die Auto­ren der Stu­die kom­men­tier­ten das Ergeb­nis dahin­ge­hend, dass es eine ganze Anzahl phy­sio­lo­gi­scher Mecha­nis­men gäbe, durch die der Fleisch­ver­zehr zu Über­ge­wicht füh­ren könne. Fleisch­pro­te­ine kön­nen die Insu­lin­spie­gel und dadurch auch Wachs­tums­fak­to­ren erhö­hen, die das Gewicht und den Kör­per­fett­an­teil beein­flus­sen. Außer­dem sei nach­ge­wie­sen, dass der Ver­zehr von gesät­tig­ten Fett­säu­ren, die meist aus Tier­pro­duk­ten stam­men, mit Über­ge­wicht asso­zi­iert ist. Wer auf sein Gewicht ach­ten wolle, solle weni­ger Fleisch essen. Alter­na­tive Pro­te­in­quel­len seien Lin­sen, Nüsse und Hül­sen­früchte, die aus­rei­chend Pro­tein lie­fern würden.

Quelle:
Med­line­Plus, 4. Juni 2006; Female meat-eaters more likely to be obese

Fleisch­ver­zehr kann Haut­krebs fördern

Nicht nur übertriebenes

Son­nen­ba­den ist ein Risikofaktor

für Haut­krebs, son­dern auch

der Ver­zehr von Fleisch

und Fleisch­pro­duk­ten.

In einer im Mai 2007 ver­öf­fent­lich­ten aus­tra­li­schen Stu­die wurde der Zusam­men­hang zwi­schen den Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten und dem Auf­tre­ten ver­schie­de­ner Haut­tu­mor­ar­ten unter­sucht. Es wur­den zwei Haupter­näh­rungs­mus­ter iden­ti­fi­ziert: zum einen ein fleisch– und fett­be­ton­tes Ernäh­rungs­mus­ter, zum ande­ren ein obst– und gemü­se­rei­ches.
Ein hoher Fleisch– und Fett­ver­zehr erhöhte signi­fi­kant das Risiko für das Auf­tre­ten von Stachelzell-Karzinomen, einer häu­fi­gen Haut­krebs­art. Ein hoher Ver­zehr von Gemüse und Obst führte hin­ge­gen zu einer Ver­min­de­rung die­ses Tumor­ri­si­kos um 54 Pro­zent. Beson­ders aus­ge­prägt wirkte sich der Ernäh­rungs­stil bei den Per­so­nen aus, die in der Ver­gan­gen­heit bereits eine Haut­tu­mor­er­kran­kung hat­ten. Bei einer wei­te­ren Gruppe von Haut­tu­mo­ren, den Basa­lio­men, konnte kein Ernäh­rungs­zu­sam­men­hang nach­ge­wie­sen werden.

Refe­renz:
Ibie­bele TI et al: Diet­ary pat­tern in asso­cia­tion with squa­mous cell car­ci­noma of the skin: a pro­s­pec­tive study; Am J Clin Nutr. 2007 May; 85(5): 1401–8

EPIC-Studie zeigt erhöh­tes Krebs­ri­siko bei Fleisch– und Wurstessern

Die EPIC-Studie (Euro­pean Pro­spek­tive Inves­ti­ga­tion Into Can­cer and Nut­ri­tion) ist das welt­weit größte Pro­jekt, das den Ein­fluss von Ernäh­rungs­ge­wohn­hei­ten auf Tumor­er­kran­kun­gen unter­sucht. Ins­ge­samt neh­men an die­ser Stu­die in 10 euro­päi­schen Län­dern 519.000 Test­per­so­nen teil. In der Stu­die wird deut­lich, dass das Risiko an Magen– und Darm­krebs zu erkran­ken mit dem Ver­zehr von rotem Fleisch steigt. Hans-Georg Joost vom Deut­schen Insti­tut für Ernäh­rungs­for­schung warnte vor einem exzes­si­ven Genuss, vor allem von Rind– und Schwei­ne­fleisch. Gene­rell emp­fah­len die For­scher eine Ernäh­rung mit viel Obst und Gemüse.

Rat­schlag:

Wir emp­feh­len den völ­li­gen Ver­zicht auf Fleisch, Wurst und Fisch und so wenig wie mög­lich Milch­pro­dukte zu konsumieren!

Quelle:  Ärzte­ge­sell­schaft zur För­de­rung der vege­ta­ri­schen Ernäh­rung

Verwandte Artikel

Kommentar schreiben

gesundheit
Gesund­heit
 tierschutz
Tier­schutz
 ethik
Ethik
 fleischverzicht
Fleisch­ver­zicht
 vorbildfunktion
Vor­bild
 verantwortung
Ver­ant­wor­tung
 klima
Klima

Get A C T I V E — click here and see more

Zufälliges Zitat

Eine gute Tat an einem Tier
ist genauso verdienstvoll wie eine gute Tat an einem Menschen,
während eine grausame Handlung an einem Tier
genauso schlimm ist wie eine grausame Tat an einem Menschen.
Wer immer auch freundlich zu den Geschöpfen Gottes ist,
ist freundlich zu sich selbst.
— Mohammed